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Sturz ins Dunkel / Hermann E. Riemer
Entstehung
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reste an den Stabszahlmeister zu wenden. Und jetzt lohnte sich die Großzügigkeit, mit der wir die Farben der SS bewirtschaftet hatten, für das gesamte Kom­mando: Wir erhielten einige Tragekörbe voll Brot, das zwar ein klein wenig nach Karbol schmeckte, aber seinen Zweck erfüllte.

So hat es uns in Pelters eigentlich nie an Hilfs­quellen gefehlt. Es würde den Rahmen dieses Be­richtes sprengen, wollte ich hier alle Einzelheiten erzählen, vor allem aber könnte es den Eindruck er­wecken, als wenn wir Maler von kameradschaftlicher Fürsorge getrieft hätten. Das war nicht ganz so, denn was wir taten, dankten wir ja meist dem Zufall.

Einmal hatte uns der Stabsfeldwebel der Truppe um eine geringfügige Gefälligkeit gebeten und wir rechneten damit, daß wir dafür vielleicht ein Kom­mißbrot erhalten würden. In der Tat lieferte er uns einhundertfünfzig Brote und jeder Mann des Kom­mandos empfing strahlenden Gesichtes drei Stück da­von. Jedenfalls hatten wir oft Gelegenheit, unseren Kameraden eine Zubuße zu verschaffen.

All das wäre aber unmöglich gewesen, hätten wir nicht einen Begleitposten gehabt, dessen Bestechlich­keit ebenso groß war wie seine Dummheit und Uner­fahrenheit. Er wurde von uns glattweg eingewickelt und als er einmal aufmuckte und energisch werden wollte, merkte er erst, wie verstrickt er in unser Netz war. Mit seinen achtzehn Jahren hatte er wirklich noch nichts vom Leben kennen gelernt. Als wir ein­mal in Streit gerieten und er mir irgendeine Organi­sationstour verbieten wollte, sagte ich ihm auf den

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