Druckschrift 
Sturz ins Dunkel / Hermann E. Riemer
Entstehung
Seite
114
Einzelbild herunterladen

wegen Benzin- und Reifenmangels unmöglich. Und nun wurden unsere Kranken von den Ärzten des Re­servelazaretts Metz II, das sich im Kloster Pelters be­fand, betreut. Merkwürdigerweise mehrten sich von jetzt ab die Krankheitsfälle geradezu auffallend. Schließlich sagten wir Maler uns, daß da irgendetwas nicht stimmen könne und beschlossen, der Angelegen­heit auf den Grund zu gehen. Es war ja möglich, daẞ irgendwo eine Quelle rieselte, von der wir nichts wußten. Wir meldeten uns krank. Und siehe da, des Rätsels Lösung war recht einfach: Die katholischen Ordensschwestern, welche die Verwundeten und Kranken betreuten, sammelten fleißig alle Zigaretten­reste und pflegten sie den von ihnen besonders be­mitleideten Häftlingen in die Hand zu drücken.

Unser Weg sollte uns noch oft ins Lazarett führen. Dort war seitens der Lazarettverwaltung ein Zivilist als Maler für die in einem so großen Betriebe lau­fenden Arbeiten beschäftigt, natürlich ein Lothringer. Dem Mann fehlte es nun oft an Material, während wir in unserem Magazin Bleiweiß , Öle und Lacke in solcher Fülle besaßen, daß nicht einmal der Bau­leiter einen Überblick über die Bestände hatte. Das nutzten wir weidlich aus. Ein Kübel Lack oder Fir­nis nach dem anderen wanderte hinüber ins Lazarett und verwandelte sich in Tabak und Zigaretten. Und in die freundschaftliche Zuneigung des Stabszahl­meisters. Eines Tages nun, als unser Küchenchef wieder einmal nicht wußte, mit was er fünfzig hung­rige Mägen füllen sollte, beschlossen wir, uns we­gen Abgabe der im Lazarett stets anfallenden Brot­

114

reste a

lohnte

der SS

mando:

das zw

aber se

So h

quellen

richtes

erzähle

wecken

Fürsorg

was wir

Einma

um eine rechnete

mißbrot

einhund

mandos

von. Jed

Kamera

All d

nicht ein keit ebe fahrenhe und als wollte,

war. M

noch nic

mal in S

sationst

8*