Leid /un- sern tens abak ırine
den aben
viel
ı der Dort Be-
and-
eiter
und
seiner Frau haben wir zu danken für Hilfe und Unter- stützung. Und vor allem wurden wir dort stets mit den neuesten Nachrichten von der Front versorgt, die nur allzuoft mit den Heeresberichten im krassen Widerspruch standen. Als am 6. Juni 1944 die In- vasion der Amerikaner und Engländer begann, er- fuhren wir es beinahe zur Stunde. Vom Aufstand in Paris und der Räumung durch die deutschen Trup- pen wußten wir um gut acht Tage früher als die All- gemeinheit.
Zwischen Cr&py und der Schule lagen, durch die Verkehrsstraße voneinander getrennt, das Schloß und die Schloßgärtnerei. Im ersteren befand sich die Of- fiziersküche und das Kasino. Es wurde dort erheb-
“ lich besser gekocht als für die Mannschaften; mit
dem so viel und so laut gepriesenen gemeinsamen Suppentopf für Offiziere, Unteroffiziere und Ge- meine war es, wie in Natzweiler auch, nicht weit her. Die SS -Offiziere dachten nicht daran, die auf den Kameradschaftsabenden so laut gepredigte Gleich- heit auch am Eßtisch zu beweisen.
Die Gärtnerei hat in unserem Leben eine große Rolle gespielt; ohne sie hätten wir manchmal arg
gehungert. Sie wurde von einem Oberscharführer_
verwaltet, der im Zivilberuf Stadtgartenarchitekt in Bad Oynhausen gewesen war. Er war, wie manch an- derer in reifen Jahren zur Waffen-SS gepreßte Mann kein Freund der SS und hatte für uns Häftlinge eigentlich immer eine offene Hand. Wir haben seine Stuben recht nett ausgemalt und dabei mehr getan, als wir tun durften. Aber wir machten das gern,
109


