Wir aber waren Zeuge dessen, was entsteht, wenn der Mensch aus dem Glaubens- und Sittengefüge herausfällt und mit dem Absinken in das bloße Triebleben die Einfallstore aufstößt für die Herrschaft der Dämonen!
Wir haben im zerstörten Menschen den entpersönlichten ,. den entmenschten, den brutalisierten Massenmenschen gesehen, Männer, die keine Männer mehr waren, und Frauen, die nichts mehr mit der Frau zu tun hatten. Beide Opfer chaotischer Verwirrung.
Männer mit großen Gebärden, die doch nichts weiter waren als haltlose, aufgeblähte Triebwesen. Und Frauen, die zwischen Mannweib und Weibchen herumpendelten.
Es haben sich jene Begründer des primitiven Atheismus vor reichlich einem Jahrhundert geirrt, als sie glaubten, dem Menschen einen Dienst zu leisten, indem sie ihn vom Gottesglauben ,, befreiten".
Geirrt, als sie meinten: Wenn man das Licht am Himmel löschte, dann würde ein um so helleres auf Erden aufleuchten können.
Sie, die im Kopfe Atheisten, im Herzen aber noch Christen waren, haben sich schrecklich geirrt.
Sie wußten nicht, daß, wenn der Mensch nichts mehr über sich anerkennt und anerkennen will, er die Leere seiner Seele nicht ertragen kann und daß, wenn der Glaube an den lebendigen und wahren Gott aus seinem Bewußtsein verdrängt wird, Götzen und Dämonen in ihm die Herrschaft antreten und ein Joch finsterer Mächte in seiner Seele aufrichten.
Und es haben sich jene Philosophen furchtbar geirrt, die den primitiven Atheismus zum gottlosen Humanismus ausweiteten: Erlösung der Menschen vom irdischen Leid und ihre Beglückung auf Erden ohne und gegen Gott Vorläufer jenes großen und letzten Zerstörers christlicher Werte und eines allgemein gültigen Menschenbildes: Nietzsche .
-
153


