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Zur Geschichte der freien Verse in der deutschen Dichtung : von Klopstock bis Goethe / von Adolf Goldbeck-Loewe
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Auch im Fragment des Prometheus« sind rein jambische Verse sehr zahlreich. Hier seien nur folgende Verse des ersten Aktes angeführt(vgl. d. j. G. III, S. 450 V. 1013):

Sie wollen mit mir teilen und ich meine, Dass ich mit ihnen nichts zu teilen habe. Das was ich habe, können sie nicht rauben, Und was sie haben, mögen sie beschützen.

b) In anderen Gedichten wiegt wiederum das trochäische Versmass deutlich vor. So ist z. B. Mahomets Gesang«(vgl. W. A. II, S. 33 58) ganz in Trochäen gedichtet; die eiige Freiheit bildet hier nur die verschiedene Länge der Verse, die zwischen zwei und vier Hebungen schwanken. Die letzten acht- zehn Verse sind ganz regelmässige vierfüussige Trochäen. Der erste Druck im Musenalmanach auf das Jahr 1774, der das Ge- dicht in Form eines Zwiegesprächs brachte, zeigt noch zwei kurze

jambische Verse:

Ein Hügel Ein gan? Geschlechte»

Die Worte sind aber später anders geordnet, so dass lauter rein trochäische Verse entstehen. Auch das Gedicht »Seefahrt«(1776; vgl. W. A. II, S. 72/73) besteht nur aus Tro- chäen. Mit Ausnahme von vier Versen(V. 4, 10, 34, 46) mit zwei Hebungen und zwei Versen(V. 20 und 22) mit sechs He- bungen finden sich nur fünffüssige Trochäen, so dass das Gedicht kaum zu den in freien Versen geschriebenen zu rechnen ist. Ahn- lich verhält es sich mit drei kleinen Gedichten aus dem»West- östlichen Divan falls fast ganz aus fünffüssigen Trochäen bestehen, und dem aus trochãischen Versen von drei bis vier Hebungen bestehendem Gedichte»Lesebuch.

c) In dem kleinen Gedichte»Muths macht sich der Ghori-

ambus, den Klopstock so gerne anwandte(gl.§ 33) in her-

vorragendem Masse bemerkbar. Dasselbe möge hier vollständig Platz finden:

»Fetwas und»Der Deutsche dankt«, die eben-