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Egesippi, des Hochberühmten Fürtrefflichen Christlichen Geschichtschribers, fünff Bücher: Vom Jüdischen Krieg, vnd endlicher zerstörung der Herzlichen vnd gewaltigen Statt Jerusalem : ... Sam[m]t eynem nutzlichen Register vnd schönen Figuren/ Jetz newlich auß dem Latein auffs trewlichest verteutschet, mit kürtzen Summarien aller vnnd jeder Bücher vnd Capitel, Auch ordenlicher Jarechnung gezieret, vnd mit Concordantzen bey des auff die Heylige Bibel vnd vnsern newen Teutschen Josephum gerichtet
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Summariſche widerholung

Letzlich hencket er auch daran: Weh auch mir/ da ward er mit eynem Geſchůtz getroffen/ daß er

mit derſelben Stiĩ den Geyſt auff gab. Es war auch mit alten Buchſtaben geſchꝛieben/ dz die Statt fambt dem Tempel als dañ verderben wuͤrde/ wañ der Tempel viereckig woꝛden. Deren⸗ halben(ob ſie es entweder vergeſſen/ oder vber ſolchen groſſen vngluck erſtarꝛet geweſen) da die Burg Antonia eingenom̃en war/ haben ſie des Tempels vmbgang vierectig gemacht. Zwiſcht welchen diß das aller furtrefflichſt(welches eben mit ſo alten Buchſtaben/ die ſie heylige nenne⸗

ten/ eingehawen blib)daß vmb dieſelbige zeit eyn Mañ wuͤrde ſein/ der von jhꝛẽ Lande die Hert⸗

ſchafft vber die gãtze welt annem̃en wuͤrde/ Welches ſie deñ ſo wůtend macht/ daß ſie nit alleyn ſhnen die Freiheyt /ſondern auch eyn ſolch Koͤnigreich traͤumen lieſſen. Etliche haben diſes auff Veſpaſianum gedeutet/ die verſtaͤndigere aber auff den Herꝛen Jeſum/ der in jhꝛẽ Lande/ nach

dem Fleyſch/ von der Juͤngfraw Maria geboꝛn/ ſein Reich durch die gantze Welt hat außge⸗ breytet. Wiewol ſie nun durch ſolche gewaltige zeychen gewarnet geweſen/ kontẽ ſie doch nicht

verhuͤten/ was von Gott beſchloſſen war. Dañ ob ſie ſchon Gottes zoꝛn oſſenbar wider ſich ſa⸗

hen /haben ſie jhnen doch weder rathen noch helffen laſſen wollen/ alſo gar hatten die Buben⸗

ſtuck die Augen jhres Gemuts verblendet. Da nuhalle jhre hoffnung auß war/ fieng Eleaʒa⸗ rus/ des Laͤrmens eyn Anfaͤnger/ vnter andern verzweiuelten woꝛten/ alſo an ſeine verſtoſſung von Gott ʒu beklagen: O wir Elenden/ was iſt das fur eyne hoffnung diſes Lebens/ darzu wir vns ſparen? Wolan laßts alſo ſein/ daß der Feind verzeihe/ was wirds vns helffen/ dieweil der zoꝛn Gottes klar offenbar iſt? Das Fewer hat ſich von dem Feind gegen vns gewendt/ der Wind hat ſich veraͤndert/ die Flam̃e mit gewalt ʒu ruck getriben/ daß vnſere Bollwerck ver⸗

prañten. Wer wird koͤnnen lebẽ/ wañ jhm Goet zu wider iſt; Da iſt kehne gnade zu hoffen/ ſon⸗

dern daß wir vns freiwillig in den tod geben. Dañ warumb iſt die Nacht darzwiſchẽ kommen/ deñ daß vns der Feind nit voꝛtaͤme/ oder nach dem die Veſte Schuͤttẽ verbraũt/ als bald herein fiele/ Sondern daß vns ʒeit voꝛbehalten wuͤrde/ eynander ſelbs zu erwuͤrgen/ vns ſambt vn⸗ ſern Kindern vnd Verwanthen zu ſterben erlaubet were/ daß wir nit ſehen doͤrffen die keichende alte Maͤnner Weiber von den Romern zerſchleppen/ die aller liebſte weiber zu des Vber⸗ winders vnzucht hinreiſſen? Laßt vns mit dem Vatterland ſterben/ damit wir nicht zu ſolcher vnehr vnd ſchande vberbleiben. Woh woͤllen wir aber hinfliehen von dem Angeſicht Gottes/ woh woͤllen wir hingehen/ dieweil vns der Herꝛ des Himmels feind iſt? Wann ſchon die Ber⸗ ge vber vns fielen/ vnd mit Holen vns verdecktẽ/ wie wollen wir doch den zoꝛn ſolches gewalti⸗ gen Gottes abwenden? Dañ woh woͤllen wir hingehen da Gott nit ſei/ dieweil er allenthalben iſt; Seind die Eyempel zu gering/ darauß wir verſtehen köñen/ daß eben der/ ſo zuuoꝛ vnſer voꝛ⸗ ſteher geweſen/ voꝛ laͤngſi vber vnſer Volck vnſer Suͤnde halben erzoꝛnet ſei⸗ Wer wolte daran zweiueln/ dieweil er ſihet daß vnſere eygene Haͤnde wider vns ſelbs gewendet/ mehꝛ durch ein heymiſchen auffruhr/ deñ durch Krieg vmbkom̃en ſein? Ich kans den Roͤmern nit zuſchreiben daß ſie die oberhand behalten/ ja ſie ſelbs maſſens jhnen nit zu/ ſeintemal ſie wiſſen/ daß wir faſt alle mehr durch vnſere/ deñ durch frembde Waffen vmbkom̃en. Dañ was haben die Inden die zu Caͤſarea gewohnet/fuͤr Roͤmiſche Waffen geſehen: Am heyligen Sabbath vnter vnſerm ge⸗ woͤhnlichen Gottesdienſt iſi eyne groſſe maͤñge der Einwohner zu Caͤſarea/ durch eynen ploͤtz⸗ lichen Auffiauff vnnd zoꝛn/ ſo von oben herab kommen/ zwentzig tauſent erwuͤrget/ alle in die Flucht geiagt/ vnd alſo die gantze Statt verwuͤſtet woꝛden. Iſi nit gantz Syria mit vnſinnig⸗

keyt erfullet woꝛden/ daß die Juden vnd Landosleuth/ ſo ſich in eynerley Staͤtten hielten/ vnnd

von wegen der Einwohnung eynander zuuoꝛ verbunden waren/ darnach ſich ſelbs mit Krieg alſo zugericht/ daß den Roͤmern eyn gůͤter eingang zum kuͤnfftigen Sig bereytet woꝛden Dañ was ſol ich von Scythopoli ſagen! dahin die Juden erſtlich geʒogen/ damit ſie den Landoleu⸗ then zunoꝛ kaͤmen/ daß ſie nicht auch nach anderer Staͤtt Exempel etwas wider die vnſere fuͤr⸗

nemen? Daß alſo die Juden/ die von Rechts wegen mit eynhelligem gewalt wider die

Frem̃dlinge kriegen ſolten/ wider ſich ſelbs ſolchen anſchlag gemacht/ daß jhrer eyn theyl wi⸗ der die Verwanthen vnd jhre naͤchſten geſtritten haben/ Darnach ſie fuͤr den Lohn ſprer arbeyt vnd des vergoſſenen Bluts von den Einwohnern erwuͤrget worden/ welches ſie den Einwoh⸗ nern nicht haben woͤllen geſchehen laſſen. Die Damaſcener haben ohn alle vrſach acht tau⸗

ſent Juden erſchlagen. Die Aſcaloniter zwey tauſent vnd fuͤnffhundert. In der Statt Pꝛo⸗

lemais ſeind zwey Tauſent erſchlagen. Zu Alerandria aber war eyn aiter groll zwiſchen Juden

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