Druckschrift 
Egesippi, des Hochberühmten Fürtrefflichen Christlichen Geschichtschribers, fünff Bücher: Vom Jüdischen Krieg, vnd endlicher zerstörung der Herzlichen vnd gewaltigen Statt Jerusalem : ... Sam[m]t eynem nutzlichen Register vnd schönen Figuren/ Jetz newlich auß dem Latein auffs trewlichest verteutschet, mit kürtzen Summarien aller vnnd jeder Bücher vnd Capitel, Auch ordenlicher Jarechnung gezieret, vnd mit Concordantzen bey des auff die Heylige Bibel vnd vnsern newen Teutschen Josephum gerichtet
Seite
114v
Einzelbild herunterladen

& 3 S

Summmariſche widerholung

dein Glaub iſt krafftloß/ darumb iſt dein Volck wider dich woꝛden/ dañ dein Meyneyd iſt wider dich gerichtet. Was wil man fur huͤlff ſuchen/ da der Anfͤnger des Heyls nit verſoͤhnet wirdr Was meynteſtu wol dz anders geſchehen wuͤrde/ da du mit deinen Haͤnden dein Leben toͤdteſt: da du mit deinem geſchrey deinẽ Fuͤrſprecher verwarffeſt/ deñ das du deine Haͤnde auch an dich ſelbs wuͤrdeſt legen. So haſtu nuh was du begerteſt/ den Fuͤrſien des Lebens haſtu dir ſelbs entzo⸗ gen/ du haſt gebetten daß der vollmaͤchtige Herꝛ deines Lebens getoͤdtet wuͤrde/ vnnd daß man dir Barꝛabam gebe/ der vmb Auffruhꝛ Moꝛd willen/ ſo in der Statt fuͤrgangen/ in das Ge⸗ faͤngniß gewoꝛffen woꝛden. Darumb iſt das Heyl von dirgewichen/ der Jride weggangen/ die ruhe hat auffgehoꝛet/ vnd dir Auffrhur vnd verhergung zu theyl woꝛden. So nim̃ nuh heutiges tages war/ daß dir Barnabas lebe/ vnd Jeſus geſtoꝛben ſei. Darumb regieret in dir Auffruhr⸗ der Frid iſt begrabẽ/ daß du vil grauſamer von den deinen/ ehe denn dich die freiñden erwuͤr⸗ gen/ vmbkommeſt. Ach du elende Statt/ woh haben dir die Romer mit jhren waffen ſo vil vn⸗ gluͤcks angethan/ als dein eygen Volck? Daß die Roͤmer ſtritten/ das haben dir deine zu wegen dracht: Die Roͤmer begerten Jrid/ du boteſt Kriegan. Was verurſacht dich doch/ daß du die ſtaͤrckere anreytzeſt; Eo iſt ʒwar beſchwerlich/ daß eyn Heydniſcher dem heyligẽ Geſetz zuwider

in den Tempel gangt/ aber es war jetzt nit Gottes Tempei. Du wareſt nit eyne Statt Gottes

konteſt auch nit ſein/ die du der Toden Gꝛab wareſt/ ſonderlich der deinen/ die du ſelber getoͤdet⸗ nit die du vorm ꝗeind verlorẽ hatteſt. Dañ wie konteſtu des Lebens Behauſung ſein/ die du ey⸗ ne Wohnung des todes wareſt/ eyne Herberg der Laſter/ vnd eyne Moͤꝛdergrube: Es lagen in dir Ananus vnnd Johannes/ die Hoheprieſter vnbegraben/ die voꝛ langeſt mit Prieſterlichem Schmuck bekleydet/ von den Außlaͤndiſchen geehꝛet woꝛden/ die lagen gar abſcheuhlich. Ih⸗ re Leichnam ſeind der Voͤgel Speiſe/ vnd von Hunden gefreſſen woꝛden/ jhꝛe Gliderzerzerꝛet⸗ vnd in der gantzen Statt zerſtrewet/ daß die geſtallt der alten Heyligkeyt gleichſam beklaget/ ſol

che groſſe ſchmach des heyligen Namens/ die verwuͤſtung des Ambts/ daß voꝛ ʒeitẽ in groſ⸗

ſem anſehen war. Aber du haſt ſelbs ʒu ſolcher vnbillichen That den anfang gemacht/ da du die Heyligen des Herꝛen getoͤdtet haſt. Vor dem Tempel lag Zacharias tod vnd vnbegraben. Dar⸗ umb waͤſcht dein Blut jehnes abe. Warumb iſt aber Ananus getoͤdtet woꝛden/ Dann daß er dein Volck ſtraffet/ das ſie ſich nicht auffmachten den Tempel ʒu beſchirmen/ vnnd jhnen ver⸗ weiß daß die Freiheyt verloꝛen/ die Tugend verlaſſen/ die vberige alte Gottesdienſt mit Fůͤſ⸗ ſen getretten/ die Altar verunreynigetJa der da rieth daß man das Volck/ ſo durch den brauch der vnempfindlichen Goͤtzen verunreyniget war/ vnd wie die Bilder keyn verſtand hette/ ſolte fahren laſſen. Daũ die vnuernuͤnfftige Thier habẽ die art/ das ſie empfindẽ/ was man jhn leyds thut/ begeren entweder die vnbilligkeyt ʒu raͤchen/ oder werdẽ durch eynen Stachel bewegt die ſtreych ʒu verhůͤten. Derhalbẽ wer ſich nit bewegen leſt/ das ſchaͤdliche nit verhuůten kan der iſt gleich denen dingen/ die nichts empfindẽ. Vnd fuͤrwar woh iſt deine freiheyt/ vmb deren willen du voꝛzeitẽ weder den Egyptern/ noch den Philiſtern/ noch den Aſſyrern/ noch auch den Medern weichen wolteſt⸗ Woh iſt der Machabeer Glaub/ der voꝛ ʒeiten mit wenigen die Ba⸗ bylonier erlegt? die Perſer gejagt/ den Demetrium geſchlagen? Endlich auch des Antiochi Waffen/ Schwert vnd Jewer in den Kindern Weibern vberwunden hat/ die fuͤr die Vaͤt⸗ terliche Geſetze lieber ſterben wolten/ denn dem Koͤniglichen Gebott gehorchen. Woh bleibt die aller ſchoͤneſte andacht der Vaͤtter in allem Leiden/ vmb welcher willen ſie ſich nit fur die Kin⸗ der/ nit fuͤr die Weiber ſo ſehꝛ/als fuͤr den Tempel Gottes/ ⁵willig in den tod ergaben Eo bluhe⸗ te auch zuuoꝛ die Pꝛieſterliche Ruthe Aaron/ die von eyner wilden wurtzel geſchnitten war/ Nuh aber iſt auch der Glaub verdorꝛet/ die Gottesfoꝛcht begraben/ vnd aller eiuer nach der Tugend vergangen. Es iſt zwar keyn wunder/ ſo Volck/ daß von Gott abgewichen iſt/ vnd den boß⸗ hafftigen verkehꝛten Geiſt volget/ vnter ſich ſelbs ʒertheylet iſt. Dañ wie ſolte der ſeinen Friden behalten/ dee Gottes ꝗridẽ verſchmaͤhet Der Fride Gottes iſt Chriſius/ der auß beydeneyns gemacht/ Seind derhalben billich auß eynem Volck vil wider ſich ſelbs woꝛden/ dieweil ſie dem

Herꝛen Jeſu nit haben volgen wöllen/ der die ʒertheylte vereynbaret/ ſondern haben gefolgetdẽ

wuͤtenden Geyſi /der die eynigen ʒertrennet. So haſtu nuh liebes Jeruſalem den Lohn fur dei⸗ nen Meyneyd empfangen/ da du mit deinen Haͤnden deine Veſtunge ʒerſtöret/ mit deinem Schwert deine Glider durchſtochen haſt/ alſo das der Feind eyn mittleiden hette/ als du todeſi⸗ er verſchonet/ du grauſam tobeſi. Daũ du ſiheſt Gott wider dich ſtriet/ 5 8 mer ſiatt

ande

me vill u 3 2 wei lchi wůͤte hand alley ſhen

vont

dami ches heni vñw genn Bur der G hena nacht ken/ d derßt lihed bamf pelcy augen Don

Lecht

vnb. in Go derjh vndw gruͤbe nochl get. jchne grauſ mehr 2 verach chenſ daß alt wanni Goite otte doch n teney wpe Thag gezeſ Hyig