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ſollen die Menſchen den Frieden erkennen und ſchätzen ler⸗ nen? Wenn keine Krankheit mehr iſt— u. ſ. w.— Die Antwort auf dieſen Einwurf iſt vorhin ſchon angedeu⸗ tet, aber es bedarf die Andeutung einer etwas naͤhern Er⸗ örterung. Die Beſiegung des Boͤſen beſteht, wie geſagt, nicht in gaͤnzlicher Entfernung oder Vernichtung deſſelben, ſondern darin, daß man es in ſeiner Gewalt hat. Das Boͤſe iſt beſiegt, wenn der Menſch, wenn die Menſchheit ihm auf keine Weiſe mehr unterliegt, nicht von ihm beſiegt wird. Wenn der Friede im Ganzen, in der vollendeten Organiſation des Menſchenreichs ruht oder feſt begruͤndet iſt, ſo iſt dadurch die Moͤglichkeit nicht aufgehoben, daß der Krieg im Einzelnen(zwiſchen einzelnen Staaten) bis⸗ weilen ausbrechen kann; aber die Einrichtung des Ganzen läßt es zu keiner Dauer kommen(und nur der dauernde Krieg iſt ein großes Uebel); das Uebel wird, kaum ent⸗ ſtanden, auch wieder gehoben, und die Beſeitigung deſſel⸗ ben wird zugleich Aufhebung einer Unvollkommenheit ſeyn, durch die es entſtanden iſt. Das Uebel des Kriegs iſt nicht mehr zu fuͤrchten, wenn es in der Gewalt des Gan⸗ zen iſt.
Daß das Boͤſe, naturgemaͤß, auf dem Wege der Menſchenentwicklung liegt, daß jeder Menſch die Schule des Uebels durchlaufen muß, das ihm in jedem Gebiet der Bildung entgegenkommt, daß er ſich aus der Befangen⸗ heit im Boͤſen nur mittelſt der Erziehung zum Guten, zur Freiheit entwickeln kann, iſt aus dieſem Werke klar genug. Aber wenn die Erziehungskunſt in der Organiſation der Schulen und Familien ihre Vollendung erreicht haben wird, ſo wird ſie auch das Böſe die Entwicklung in ihrer Ge⸗


