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ſeyn, damit ſie dem Wechſel zufaͤlliger äußerer Verhaͤltniſſe widerſtehen koͤnne.
So gleicht alſo die Entwicklung eines Staats, vom Beginn ſeiner Geſchichte, durch die mannigfaltigſten Zu⸗ ſtaͤnde des innern Kampfs hindurch, bis herauf zu einer feſten, dauernden Verfaſſung, waͤhrend welcher er ſeine Blutezeit feiert, der Bildungsgeſchichte des menſchlichen Organismus, der durch mancherlei Entwicklungskrankheiten vorbereitet und erſtarkt, ſeiner hoͤchſten Bildungsſtufe ent⸗ gegenreift, und endlich im maͤnnlichen Alter einen dauern⸗ den Geſundheitszuſtand erringt. Denn Krankheit iſt in⸗ nerer organiſcher Krieg, Geſundheit Friede, allgemeines Gleichgewicht, Harmonie der organiſchen Kraͤfte oder Thaͤtigkeiten.
Und ſo iſt die wahre Bedeutung des Kriegs und ſeine Nothwendigkeit in der Weltgeſchichte offenbar fuͤr je⸗ den, dem ein freier Blick auf das Ganze und deſſen Harmonie geſtattet iſt. Durch den Krieg wird die Bil⸗ dung auf der Erde immer weiter verbreitet, durch ihn werden die Staaten, hier fruͤher, dort ſpaͤter, immer en⸗ ger mit einander verbunden, indem ſie zugleich an innerer Vollkommenheit durch dieſe Verbindung gewinnen. In der W Geſchichte tritt die ſchaffende Natur als bildender Weltgeiſt auf in der durch ihn ſich organiſirenden Menſchheit, als uͤberall waltende Vorſehung, waltend durch allgemeine Na⸗ turgeſetze, die hier auf der hoͤchſten Stufe, als dem hoͤchſten Naturreiche, in einem dieſer Stufe entſprechenden Charakter erſcheinen, und der Krieg iſt das wirkſamſte Werkzeug in der Hand der Vorſehung, wodurch ſie ihre Zwecke ſicher erreicht.— Der Krieg der Staaten dauert fort, weil die


