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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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Menſchheit noch in der Fortbildung begriffen iſt, weil die Staaten noch zu unvollkommen und daher ihre Verbinbung noch zu loſe iſt; er dauert fort, bis ein allgemeines Gleich⸗ gewicht aller Staaten gefunden, ein geſunder, dauernder Zuſtand der zu einem Ganzen organiſirten Menſchheit, d. h. bis der ewige Friede und in dieſem das letzte und hoͤchſte Ziel der Menſchheit oder ihrer Geſammtbeſtimmung erreicht ſeyn wird.

Der ewige Friede waͤre ſonach kein Traum wofuͤr ſeine Idee von Vielen gehalten wird, da ſeine Realiſi⸗ rung als nothwendig erkannt werden muß, wenn unſere Deduktion wiſſenſchaftlich richtig und daher aus dem Stand⸗ punkte echter Philoſophie unwiderlegbar iſt.

Es verſteht ſich uͤbrigens wohl von ſelbſt, daß man ſich den ewigen Frieden nicht als einen Zuſtand bequemer Ruhe vorſtellen darf, in welchem kein Feind mehr zu be⸗ ruͤckſichtigen, keine Gefahr zu befurchten, ſondern nur die Fruͤchte der vollendeten Bildung des Ganzen zu genießen waͤren. Dieſe unſtatthafte Vorſtellung vertragt ſich nicht mit einer naͤhern Kenntniß der Natur des Boͤſen, wozu in dieſem Werke Anleitung gegeben wird. Der ewige Friede iſt zu denken als ein Zuſtand vollendeter Geſammtbildung des hoͤchſten Naturreichs, in welchem deſſen Uebel beſiegt ſeyn werden. Aber was gehoͤrt dazu, um einen Sieg, von welcher Art er ſey, und deſſen Fruͤchte, zu behaup⸗ ten? Ohne Zweifel eine fortwaͤhrende, wachſame Be⸗ ſchraͤnkung des ehemaligen Feindes, der nur ſo lange und in ſoweit dem Sieger und ſeinem Ganzen dient, ſich die⸗ ſem befreundet bezeigt, als er in den gehörigen Schranken erhalten wird, aber ſogleich wieder als Feind hervorzutre⸗