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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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434 ſeine Geſetzgebung, durch ſeine weitgreifende Verfaſſung, deren Vollkommenheit, im Verhaͤltniß zu ihrer Zeit, nicht gering ſeyn konnte, um ein Reich von ſo großem Umfange ſ. eine ſo lange Zeit zu erhalten.

Aber nur durch den Krieg wurde dieſes Reich begrun⸗ det und erweitert, und ſeine ganze Bildung und innere Groͤße war eine ſpatere mittelbare Folge des Kriegs. Die Vergroͤßerung des roͤmiſchen Reichs war zugleich Verbrei⸗ tung roͤmiſcher Bildung. Durch die fortgeſetzten Eroberun⸗ 1 gen wurde der Funke einer hoͤhern Bildung in Völkermaſ⸗ 1 ſen geworfen, die, ſich ſelbſt uͤberlaſſen, noch Jahrhun⸗ derte in ihrer Cultur zuruͤckgeblieben waͤren. Schwaͤchere Voͤlker, die auf keine Weiſe ihre Individualitaͤt behaupten 4 konnten, wurden mit dem roͤmiſchen verſchmolzen(von ihm aſſimilirt), ſtaͤrkere wurden Roms Verbuͤndete, und nahmen, als ſolche, Theil an der Verfaſſung und Fort⸗ bildung des groͤßern Ganzen.

Dieſer Ueberblick der Geſchichte Roms dient uns nur zum Beiſpiel, um daran die Naturgeſetze, hinſichtlich des Kriegs und ſeiner hoͤhern Folgen fuͤr die Weltgeſchichte, erkennbar zu machen. Auch zwiſchen Staaten, die an Macht einander gleich ſind, bleibt der Krieg nicht ohne Fruͤchte fuͤr das Ganze; er fuͤhrt gewoͤhnlich zu einer en⸗ gern Verbindung, die durch die Friedensverhandlungen zu

Stande kommt, wenigſtens zu veraͤnderten beiderſeitigen Verhaͤltniſſen, die oft nicht ohne wichtige Folgen fuͤr die innere Verfaſſung bleiben, indem ſie Reiz und Antrieb zur Fortbildung werden. Durch den Krieg und ſeine naͤchſten uͤbeln Folgen lernen die Staaten einander und, vor allem, ſich ſelbſt naͤher kennen; denn er iſt, mit ſeinem Gefolge,