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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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abwechſelten, daß auf einen eroberungsluſtigen ein friedlich geſinnter folgte, der, was ſein Vorgänger dem Reiche an aͤußerm Umfange gewonnen hatte, durch beſſere Organiſa⸗ tion des Ganzen, durch weiſe Geſetzgebung, verbeſſerte Polizey, durch Anordnung und Feſtſtellung religiöſer Ge⸗ braͤuche, uͤberhaupt alſo durch Vervollkommnung der in⸗ nern Verfaſſung, zu ſichern wußte. Rom war allerdings im Anfänge(in den erſten Zeiten), was man einen mili⸗ tariſchen Staat nennt, aber er konnte es nicht bleiben. Militaͤriſch nennt man einen Staat, in welchem das Mi⸗ litarſyſtem uͤber die andern Syſteme in dem Grade vor⸗ herrſcht, daß es der ganzen Volksmaſſe die entſprechende Stimmung gibt und der geſammten Verfaſſung ſeinen Cha⸗ rakter aufdruͤckt. Ein ſolcher Staat iſt nur bei der hoͤch⸗ ſten Einfachheit der Beduͤrfniſſe möglich, die ſich aber bei zunehmender Vergroͤßerung nicht halten kann. Denn mit dem Umfange waͤchſt auch der Wohlſtand, und mit dieſem nehmen die Beduͤrfniſſe zu. Die vermehrten oder verman⸗ nigfachten Beduͤrfniſſe fuhren aber nothwendig eine ſchaͤrfere Unterſcheidung und Beruͤckſichtigung der Staͤnde herbei, und dieſe fordert eine hoͤhere Ausbildung der Syſteme, welche die Stände begruͤnden. Nun kann die einſeitige Militaͤr⸗ vildung nicht mehr genuͤgen, ſondern die Verfaſſung und mit ihr die Volksbildung muß allſeitig werden, damit der Staat einen vollkommenen Organismus darſtelle, in welchem das Militaͤrſyſtem der Alleinherrſchaft entſagen muß, um, wie die uͤbrigen Syſteme, eine beſondere, der Harmonie des Ganzen entſprechende, Stelle einzunehmen. Rom wurde alſo in der Folge auch auf andere Weiſe groß, als durch ſeine militaͤriſche Macht; es wurde groß durch 28