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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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ſeyn, als nach vorhergegangenem Kriege. Krieg und Friede ſind Gegenſaätze(oder Glieder eines Gegenſatzes), die ge⸗ genſeitig durch einander bedingt ſind. Hier bedarf es keiner weitern Auseinanderſetzung, ſondern nur der Ruͤck⸗ erinnerung des Leſers an unſern Schluſſel, der ihm uͤber den vorliegenden Gegenſtand, hinſichtlich ſeiner allgemeinern Anſicht, genugſames Licht gewaͤhren wird.(Man vergl. auch den§. 86.) Wohl bedarf es aber noch einiger Winke, um den Krieg auch als Fortbildungsmittel der Menſchheit im Ganzen anzuerkennen.

Die Geſchichte lehrt, daß der Krieg von jeher das Hauptmittel zur Vervollkommnung, der groͤßte Hebel gleichſam in der Bildungsgeſchichte der Staaten, war. Durch den Krieg gelangte Rom zu ſeiner Macht und Groͤße, und endlich zur Weltherrſchaft. Das iſt bekannt. Wer aber dagegen einwenden wollte, daß die Erweiterung eines Staats durch die Eroberungsſucht ſeiner Herrſcher noch nicht innere Vervollkommnung ſey, der haͤtte Recht, wuͤrde ſich aber irren, wenn er dadurch unſere Anſicht des Kriegs, und insbeſondere in Beziehung auf Rom, wider⸗ legt zu haben glaubte. Denn ein erweiterter Staat kann ſich in ſeiner Erweiterung nicht behaupten, wenn er nicht ſeine ganze innere Einrichtung mit der gewonnenen Ver⸗ groͤßerung in ein angemeſſenes Verhaͤltniß zu ſetzen weiß, d. h. wenn er ſich nicht zugleich innerlich vervollkommt. Rom waͤre nicht, wenigſtens nicht ſo ſchnell, zu einer ſolchen Groͤße herangewachſen, waͤre dieſes Wachsthum nicht gleich in den erſten Zeiten durch einen gluͤcklichen Wechſel ſeiner Koͤnige maͤchtig unterſtützt worden, indem dieſe, hinſichtlich ihrer Charaktere, dergeſtalt mit einander