hung, macht die Entzweiung ſelbſt zu einem Mittel, die Verbindung der Staaten im Menſchenreiche immer weiter zu verbreiten.
Ein Hauptmittel alſo zur Annaͤherung an das Ziel einer allgemeinen Organiſation der Menſchenwelt iſt der Krieg. Denn auch das iſt allgemeines(in dieſem Werke vielfach nachgewieſenes) Naturgeſetz, daß die Bildung jeder Art durch Kampf bedingt iſt, und wie koͤnnten alſo die Staaten, die die Beſtimmung haben, durch hoͤhere Ausbildung und immer engere Verbindung den vollkom⸗ menſten Zuſtand der Menſchheit herbeizufuͤhren, von dieſem Naturgeſetz ausgenommen ſeyn? Der Krieg hat alſo in dieſer Beziehung, hinſichtlich ſeiner wohlthätigen Folgen fuͤr die Bildung des hoͤchſten Ganzen, das auf unſerm Planeten moͤglich iſt, und daher einſt in die Wirklichkeit eintreten muß, eine große und wichtige Bedeutung in der Weltgeſchichte.
Daß der Krieg ein großes Uebel iſt, wird niemand, und am wenigſten der Philoſoph, laͤugnen wollen, aber ihn fuͤr nichts weiter als eine zufaͤllige Geiſſel der Menſch⸗ heit zu halten, deren letztere von jeher, unter guͤnſtigern Umſtaͤnden, oder unter Vorausſetzung eines gluͤcklichern Laufs der Volkergeſchichte, wohl haͤtte uͤberhoben ſeyn koͤn⸗ nen, verraͤth wenigſtens keinen tiefen Blick in den Zuſam⸗ menhang und die Geſetze der Entwicklung des Ganzen. Iſt der Krieg ein großes Uebel, ſo iſt der Friede ein eben ſo großes Gut, deſſen wir uns nur durch den Krieg er⸗ freuen, deſſen Genuß und Erkenntniß uns allein der Krieg verſchafft hat; auch war ja nie und nir⸗ gends vom Frieden die Rede, noch konnte davon die Rede


