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— Es iſt kein Einwurf gegen das Fortſchreiten der Menſch⸗
heit im Ganzen, daß einzelne Völker von der Hoͤhe der Bildung, die ſie erreicht hatten, wieder herabſanken oder
gar untergingen, oder es muͤßte auch ein Einwurf gegen
die Fortbildung eines Volks ſeyn, daß einzelne, ihm an⸗
gehoͤrige Individuen ſterben; es bilden ſich dafuͤr zu an⸗
dern Zeiten wieder neue, und was jene nicht erreichen, er⸗
reichen dieſe. Der Kreislauf im Einzelnen kann kein Ein⸗
wurf gegen den Fortgang im Ganzen ſeyn. Jenes Herab⸗
ſinken war auch in fruͤherer Zeit, da die Bildung(Cultur)
noch auf wenige Punkte des Ganzen beſchränkt war, viel
eher moͤglich, als gegenwaͤrtig, da ſie ungleich weiter ver⸗
breitet iſt. Sie ſoll und wird einſt allgemein verbreitet ſeyn, die ganze Menſchenwelt ſoll organiſirt werden und
ſie ſoll eine zuſammenhaͤngende, vollendete Organiſation darſtellen. Da nun die Abtheilungen des Menſchenreichs, nicht allein durch die organiſchen Unterſchiede der Gattun⸗ gen, ſondern vielmehr durch die verſchiedenen groͤßern und kleinern Staaten,*) die, nach ihrer Stellung im Ganzen, nach ihrer oͤrtlichen Lage und in Folge ihrer ſpeciellen Ge⸗ ſchichte, eine verſchiedene Bildung haben muͤſſen, ſo kann das Ziel der Weltgeſchichte kein geringeres ſeyn, als eine allgemeine, über den Erdkreis verbreitete, organiſche Staa⸗ tenverbindung, in welcher ein großer Centralſtaat, als der vollkommenſte unter den einzelnen, das Haupt des Ganzen in ſich darſtellen wird.*6)
*) Ich nehme das Wort meiſt in weiterm Sinne, in der Be⸗ deutung der Geſammtorganiſation eines Volks, in welcher der Staat im engeren Sinne das regierende Haupt des Ganzen iſt.
—) Wer ſich gegen dieſe Idee einer vollendeten Organiſation des


