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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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bereits(ſchon langſt) dahin gefuͤhrt hat. Denn ſelbſt die Länge des Wegs zu dem genannten höchſten Ziele iſt na⸗ turgeſetzmaͤßig: Auch in jedem niedern Reiche(beſonders im Pflanzen⸗ und Thierreiche) gilt das Geſetz, nach wel⸗ chem ſich die unterſten Stufen(die einfachſten, unvollkom⸗ menſten Organiſationen) am ſchnellſten entwickeln, in der kuͤrzeſten Zeit den Gipfelpunkt ihres Lebens und Seyns erreichen, die hoͤchſten(vollkommenſten, combinirteſten) dagegen die laͤngſte Zeit zu ihrer vollſtaͤndigen Ausbildung beduͤrfen. Die Beiſpiele liegen am Tage und wuͤrden hier uberfluͤſſig ſeyn.

Ein raſtloſer Trieb zum Organiſiren(zum Verbinden und Ordnen des Mannigfaltigen) iſt in der Schoͤpfung all⸗ gemein, und eben ſo deutlich bemerkbar in der bewußten Natur, als in der bewußtloſen. Die Natur, als ordnen⸗ der Geiſt des Ganzen, ſchreitet im Organiſiren fort von engern zu immer weitern Kreiſen, ſo lange noch Organi⸗ ſirbares vorhanden iſt. Nichts in ihrem unendlichen Reiche, in jeder Abtheilung deſſelben, ſoll beziehungslos oder auch nur in zu loſer Beziehung bleiben. Daher ſteigt in jeder Sphaͤre des Univerſums die Bildung ſo lange aufwaͤrts, bis in ihr wie vorher erwaͤhnt wurde einerſeits im Einzelnen(in einer Abtheilung) ein Hoͤchſtes erreicht, an⸗ derſeits eine luͤckenloſe Stufenfolge im Ganzen, eine allge⸗ meine Harmonie, ein organiſch geordnetes Reich zu Stande gekommen iſt.

Aus dieſem Geſichtspunkte muß man auch die Ge⸗ ſchichte des Menſchenreichs betrachten, um, wenigſtens im Allgemeinen, zu wiſſen, was ſich in und aus ihm entwik⸗ keln werde, oder welches das Ziel der Weltgeſchichte ſey?