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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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verſteht, da mit der hoͤchſten Stufe auch alle andern gege⸗ ben ſind; denn nur da waͤre ein Sprung, wo in der Stufenverkettung des Reichs eine Stufe fehlte. Dieſe Vollendung nun konnte die Natur in den drei Reichen un⸗ ter den Menſchen ſicher und bald(gleichſam ohne viel Zeitaufwand) erreichen, denn das Mittel, wodurch ſie er⸗ reicht wurde, iſt der unfehlbare, auf kurzeſtem Wege fort⸗ ſchreitende, bewußtloſe Bildungstrieb(Natur⸗ oder Ent⸗ wicklungstrieb, Inſtinkt). Ganz anders verhält es ſich aber mit dem Menſchenreiche. Hier ſoll das Hoͤchſte Eeine bewußtloſe Naturbildung, ſondern eine ſelbſtbewußte Voll⸗ kommenheit) auf einem, wie es ſcheint, ſehr unſichern Wege, auf dem Wege der freien, bewußtloſen Fortbildung erreicht werden, und es iſt begreiflich, daß dieſer Weg der laͤngſte ſeyn muß, da er der verwickeltſte und ſchwierigſte iſt, indem er durch Labyrinthe fuͤhrt, die durch das(ſchein⸗ bar geſetzloſe) vielfache In⸗ und Gegeneinanderwirken der freien und willkuhrlichen Handlungen der Menſchen, uͤber⸗ haupt ſchon dadurch gegeben ſind, daß dieſer Weg, wie fruͤher(F. 177 ff.) gezeigt wurde nur durch die Re⸗ gion des Irrthums zur Wahrheit fuͤhrt. Wer aber nur erſt uͤberzeugt iſt, und an dem Verfaſſer dieſes Werks liegt es nicht, wenn dem Leſer dieſe Ueberzeugung noch fehlt, daß das Reich der Freiheit nicht außerhalb des Ganzen der Schöpfung liegt, ſondern ſelbſt ein hoͤheres Na⸗ turreich iſt, das mithin nicht geſetzlos ſeyn kann, der wird auch nicht zweifeln, daß der Weg der(unfreigewordenen) Natur in ihrem hoͤchſten Reiche eben ſo ſicher zum letzten Ziele, d. h. zur hoͤchſten organiſchen Vollkommenheit des Menſchenreichs fuhren werde, als er in den untern Reichen