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es kommt, daß das Menſchenreich, welches unſtreitig als das hoͤchſte Naturreich ſich kundgibt, und als ſolches be⸗ reits wiſſenſchaftlich nachgewieſen wurde(§. 42. ff.), gleich⸗ wohl das einzige iſt, welches, obgleich es bereits Jahrtau⸗ ſende in ſeinem Entwicklungsgange zuruͤckgelegt hat, ſehr unvollkommen erſcheint und ſeiner Idee zu wenig entſpricht. Allein dieſe Unvollkommenheit, dieſer langſame Entwick⸗ lungsgang iſt eben ein Beweis von der Erhabenheit ſeiner Anlage, ſeiner Idee und Beſtimmung, uͤber die aller an⸗ dern Naturreiche. Es iſt noch nicht erſchienen, was das Menſchenreich ſeyn wird, es wird aber ſo gewiß einſt in ſeiner Vollkommenheit erſcheinen, als es gewiß iſt, daß die Natur ihre Zwecke nicht verfehlt, daß dem Schoͤpfer der Plan der Schoͤpfung nicht verungluͤcken kann. Dieſe Er⸗ wartung eines vollendeten Menſchenreichs iſt ſo ſicher, als es nothwendig iſt, daß jede Idee vollkommen realiſirt werde, nur muß man wiſſen, wie man ſich dieſe Vollen⸗ dung zu denken habe, wovon nachher die Rede ſeyn wird.
Das Ziel der Entwicklung, nach welchem die Natur in ihren Reichen ſtrebt, und welches ſie in den meiſten, wie ſo eben gezeigt wurde, laͤngſt erreicht hat, iſt ein dop⸗ peltes: naͤmlich einerſeits eine vollkommene Organiſation des Ganzen, anderſeits ein Maximum der Vollkommenheit im Einzelnen, oder eine, der Idee des Reichs entſprechende, moͤglichſte Vollkommenheit der Individuen, welche dann in dem betreffenden Reiche die hoͤchſte Abtheilung bilden. Das Hoͤchſte z. B., wozu es das Pflanzenreich im Einzel⸗ nen bringt, ſind fruchttragende Baͤume; dieſe ſind die vollkommenſten Pflanzen, da in ihnen alle moͤglichen Pflan⸗


