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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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Zweckmaͤßige beſteht in der harmoniſchen Beziehung aller Theile und Eigenſchaften eines Kunſtwerks auf eine außer ihm liegende Beſtimmung(Zweck)*). Das Boͤſe in der Kunſt erſcheint alſo, objektiv, als das Unſchoͤne(Haͤß⸗ liche?), Unzweckmaͤßige, Geſchmackloſe ꝛc., worin ſich das ſubjektive Kunſtuͤbel: Genieloſigkeit(Mangel an wahrem Kunſtſinn), oder auch ungebildetes, charakterloſes Genie, Pfuſchergeiſt, Stuͤmperei u. f., offenbart.

§. 230.

Das ſind nun freilich bloß negative Benennungen fuͤr das Kunſtubel, es hat aber das Boͤſe, wie in jeder Sphaͤre, ſo auch in dieſer, auch ſeine poſitive Seite.— Die kunſtzeugenden Principien ſind keine(abſolut) andern, als die wiſſenſchaftzeugenden und als diejenigen, welche dem religioſen und ſittlichen Leben ſchaffend vorſtehen, es ſind die zeugenden Kraͤfte der Intelligenz, Verſtand und Vernunft, nur hier vorzugsweiſe in der Richtung nach außen, in der Tendenz zur Objectivität. Die(indivi⸗ duelle) Kunſtvernunft iſt bekannt unter dem Namen Kunſtgenie; es iſt der nach außen thaͤtige, objektiv ſchaffende Sinn fuͤr die Kunſteinheit(Schoͤnheit in der ei⸗ nen, Zweckmaͤßigkeit in der andern Gattung). Das Kunſt⸗ genie iſt, im Gebiete der ſchoͤnen Kunſt, der Schoͤnheit zeugende, im Gebiete der intellektuellen Kunſt, der Zweck⸗

) Wenn die mechaniſchen Kuͤnſte, bekanntlich, auch das Sinn⸗ lichangenehme, Techniſchſchoͤne(oder wie man es nennen ſoll) durch Symmetrie, Farbe und Glanz, uͤberhaupt durch Verzierung(im weitern Sinne) mit dem Zweckmaͤßigen vereinigen, ſo iſt Letzteres doch in dieſer Kunſtgattung das Weſentliche.