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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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Wechſelbeziehung der Glieder dieſer Gegenſaͤtze gegeben iſt. Es muß daher zwiſchen den entgegengeſetzten Gliedern, beide in ihrer vollendeten Entwicklung gedacht, ein voll⸗ kommener Parallelismus ſtattfinden, und dieſer Parallelis⸗ mus iſt das leitende Princip fuͤr die Entwicklung und Be⸗ ſtimmung des Boͤſen im Gebiete der Kunſt, nachdem das Boͤſe in den entgegengeſetzten Gebieten, der Religion und Wiſſenſchaft, bereits entwickelt iſt. Hierzu nur einige An⸗ deutungen.

Wie im Gebiete der Religion ſich dem Beobachter Ge⸗ ſundes und Krankhaftes, Echtes und Unechtes deutlich von einander unterſcheiden, und ſonach der wahren Religion eine After⸗ oder Irrreligion gegenuͤberſteht, wie daſſelbe gegenſaͤtzliche Verhaͤltniß auch im Gebiete der Wiſſenſchaft wiederkehrt(was ich umſtaͤndlich und conſequent nachgewie⸗ ſen zu haben glaube), ſo offenbart ſich der gleiche Gegen⸗ ſatz, in gleicher Mannigfaltigkeit, auch im Gebiete der Kunſt, in welchem ebenfalls eine wahre und eine After⸗ kunſt, ein geſundes und krankhaftes Kunſtleben, in mehr oder weniger ſchroffer Entgegenſetzung, auseinander treten. — Das Gute und Boͤſe wird auch im Gebiete der Kunſt nach denſelben Geſetzen erzeugt, wie in den Gebieten der Religion und Wiſſenſchaft. Das Gute der Kunſt iſt fuͤr die eine Gattung das Schoͤne, fuͤr die andere das Zweck⸗ maͤßige oder Nuͤtzliche. Das Schoͤne iſt, ſeinem Weſen nach, Darſtellung der Einheit in Verhältniſſen der hoͤhern Sinnlichkeit, in ſofern dieſe objektiv als ein Ganzes erſchei⸗ nen oder in einem Ganzen(Kunſtwerk) begriffen ſind; das