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fuͤr ſich beſtehende, zuſammengeſetzte und geformte, nur zum Theil mit endlichem Leben beſeelte Materie betrachtet. Dieſer Pantheismus waͤre nichts anders, als einſeitiger Materialismus und, als ſolcher, Atheismus, mithin irrational und ſchlechthin verwerflich.
Man erkenne auch hier, wie die wahre Wiſſenſchaft
alle Einſeitigkeit flieht, indem ſie die abſolute Trennung der Gegenſaͤtze(Glieder des Gegenſatzes) als Princip der Irrwiſſenſchaft erkennt. Wiſſenſchaftlicher Monotheismus iſt nothwendig zugleich Pantheismus, und eben ſo noth⸗ wendig iſt wiſſenſchaftlicher Pantheismus zugleich Mono⸗ theismus. Werden dagegen Gott und Natur, als Prin⸗ eipe entgegengeſetzter Wiſſenſchaften, in abſoluter Trennung geſetzt, jedes rein fuͤr ſich und beide einander ſchlechthin ausſchließend, ſo werden auch jene Wiſſenſchaften, naͤmlich die Theologie und Naturwiſſenſchaft, in dem gleichen abſo⸗ luten Gegenſatze zu einander ſtehen; jene wird, als reiner Monotheismus, die Naturwiſſenſchaft vollkommen von ſich ausſchließen, dieſe dagegen alle Beziehung auf Gott von ſich abhalten, jene wird mithin naturaliſtiſch, dieſe athei⸗ ſtiſch, jene ohne naturwiſſenſchaſtliche, dieſe ohne gottwiſ⸗ ſenſchaftliche Begruͤndung und Beſeelung ſeyn. Wer wollte aber laͤugnen, daß die genannten Wiſſenſchaften wirklich, in ihrem gangharen Zuſtande, an dieſer höchſten Einſeitig⸗ keit leiden! Durch das etwanige Teleologiſche auf der ei⸗ nen, und Phyſicotheologiſche auf der andern Seite koͤnnen ſie ſich nicht gegen dieſen Vorwurf rechtfertigen.


