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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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Stoffe, dort durch ein Beherrſchtwerden des Lebens vom Stoffe geſetzt. Denn daß auch der Knochen keineswegs des Lebens ganz ermangelt, beweiſt, einerſeits, der Um⸗ ſtand, daß er ſich naͤhrt und waͤchſt, anderſeits das mit Uebergewicht hervortretende Leben des Knochens bei Knochen⸗ krankheiten. Muͤſſen wir alſo nicht ſchließen, das Leben ſey, an ſich, daſſelbe, was der Stoff, der Stoff daſſelbe, was das Leben? Das Wahre ſey die Einheit von Leben und Stoff, die ſich in den Gliedern des Gegenſatzes in verſchiedenen Zuſtänden, auf verſchiedenen Stufen offenbart, ſo daß man ſagen kann: das Leben ſey der ſich bewegende, ſich ſtets verwandelnde, wechſelnde Stoff, der Stoff dage⸗ gen das ſcheinbar ruhende, ſich raͤumlich darſtellende Leben?

Daß nun der Gegenſatz zwiſchen Geiſt und Materie oder der zwiſchen Seele(als dem individualiſirten Geiſte) und dem Leibe(als der individuellen, organiſirten Materie) im Grunde kein anderer iſt, als der zwiſchen Leben und Stoff, davon war ſchon oben die Rede. Mithin gilt auch von jenem Gegenſatze daſſelbe, was von dieſem ſoeben ent⸗ wickelt wurde. Gegen dieſe Entwicklung oder deren Reſultate werden nun diejenigen, welche gewohnt ſind, alles zu trennen, was in der Natur und im Leben ungetrennt und eins iſt(in Uebereinſtimmung mit dem, was zuvor in der Note erwaͤhnt wurde), einwenden,es beduͤrfe keiner ſolchen Einheit, um ſich das Verhältniß zwiſchen Leben und Stoff, zwiſchen Geiſt und Materie zu erklaren; der Stoff ſey nur Werkzeug des Lebens, der Leib nur die Werkſtatt der Seele, wodurch ſie ihr Wirken auf die Außenwelt ver⸗ mittele. Ich antworte, daß ſo etwas leicht und bald geſagt, aber ſchlecht uͤberdacht iſt. Wie, wenn nun bewie⸗