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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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tigkeit ſagen kann: der Stoff iſt lebendig, als: das Leben iſt ſtoffig. Hier iſt nirgends eine Grenze zwiſchen dem einen und dem andern zu entdecken*), wenigſtens in Be⸗ ziehung auf die weichen und fluſſigen Theile des Organis⸗ mus, die in ſteter Bewegung, in ſtetem Wechſel und Wan⸗ del des Stoffs begriffen ſind. Dieſe Bewegung, dieſer Wechſel iſt Offenbarung des Lebens, die eben nur in deſſen Gegenſatze, dem Stoffe moͤglich iſt, den das Leben durch⸗ bringt, ſo wie im Gegentheil der Stoff nur im Leben ſich offenbaren kann(§. 10). Und wenn im thieriſchen Orga⸗ nismus der Gegenſatz von Leben und Stoff, hier am Wei⸗ chen und Fluſſigen, dort am ſtarren und harten Knochen am deutlichſten hervortritt, ſo iſt auch dieſe beſtimmte Unter⸗ ſchiedenheit keineswegs eine reine Geſchiedenheit, ſondern jene iſt nur durch ein Uebergewicht des einen Gliedes uͤber das andere, hier z. B. durch ein Vorwalten des Lebens im

*) Nämlich fo, daß man ſagen koͤnnte: Hier iſt bloß Stoff, kein Leben, dort nur Leben, kein Stoff(oder: hier iſt reiner, lebloſer Stoff, dort reines, ſtoffloſes Leben). Denn alles Leben aͤußert ſich durch Bewegung, im Organiſchen herrſcht aber durchgängig Selbſt⸗ bewegung.(Auch das Wachſen der Pflanzen iſt Selbſtbewegung, Bewegung von innen nach außen, beruhend wenigſtens einerſeits auf innerem Reiz, wenn auch anderſeits auf dem äußern der umgebenden Elemente.) Die organiſchen Theile bewegen ſich aus innerer Kraft, ſie ſind alſo das Bewegende und Bewegte zugleich. Dagegen wird man einwenden: Das Bewegende ſey eben die Seele, das Bewegte aber der von ihr abſolut verſchiedene Leib, und nur wegen der innigen Verbindung beider könne man die Grenze zwiſchen bei⸗ den nicht beſtimmen. Dann bedenkt man aber nicht, daß eben durch die abſolut geſetzte Grenze die Moglichkeit einer innigen Ver⸗ vindung aufgehoben wird, da letztere nur zwiſchen Dingen denkbar iſt, die an ſich(abſolut) verwandt ſind. Solche Verwandtſchaft aber

iſt eben abſolute Einheit.