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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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naͤmlich aus der gegenſeitigen, mithin relativen, Bedingtheit der Glieder des Gegenſatzes. Wenn z. B. Licht nur ſeyn kann, inſofern Finſterniß, und Finſterniß nur, inſofern Licht iſt, ſo kann keins die Urſache, der fuͤr ſich zureichende Grund, des andern ſeyn. Das koͤnnte nur der Fall ſeyn, wenn die Bedingtheit einſeitig, nicht gegenſeitig waͤre, wenn z. B. das Licht allein durch die Finſterniß, nicht dieſe wieder durch jenes bedingt wäre, in welchem Falle die Fin⸗ ſterniß als die Urſache(urſaͤchliche Bedingung) des Lichts betrachtet werden muͤßte. Dieſe Vorausſetzung wird aber Niemand machen, d. h. es wird Niemandem einfallen, die Finſterniß als die Urſache des Lichts, oder dieſes als die Urſache von jener zu betrachten. Hier iſt alſo bloß rela⸗ tive, gegenſeitige Bedingtheit, woraus das Daſeyn weder des Lichts noch der Finſterniß begreiflich iſt; die relative Bedingtheit ſetzt nothwendig abſolute Bedingung vor⸗ aus, eine abſolute Bedingung der beiden entgegengeſetzten Dinge= Licht und Finſterniß, und wo koͤnnten wir dieſe abſolute Bedingung finden, wenn nicht in der Einheit der entgegengeſetzten Glieder? Denn wollten wir auch fuͤr jedes der letztern eine beſondere phyſiſche Urſache ſetzen, und z. B. das Licht als Wirkung der Sonne, die Finſter⸗ niß als Wirkung des Planeten betrachten, ſo waͤre dadurch nichts gewonnen, weil nur dieſe Urſachen= Sonne und Planet wieder denſelben Gegenſatz bilden, wie Licht und Finſterniß, von welchem jener nur die materielle Darſtel⸗ lung(Verleiblichung) iſt, und wir muͤſſen nun wieder eben ſo nach der abſoluten Bedingung von Sonne und Planet, d. h. nach der Einheit der Glieder dieſes Gegenſatzes fra⸗ gen, wie zuvor nach der Einheit von Licht und Finſterniß.