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B. Die Entgegenſetzung der Glieder des Gegenſatzes ſetzt Einheit derſelben voraus.
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Auch dieſes Geſetz iſt fuͤr die Erkenntnißwelt, fur das Reich des Idealen, bereits nachgewieſen: wir fanden, daß das Verſchiedene, als ſolches, nur erkannt werden koͤnne im Gegenſatze der Einheit; verſchiedene Dinge werden nur inſofern als verſchiedene anerkannt, als ſie in anderer Hin⸗ ſicht zugleich eins ſind. Das Erkenntnißgeſetz wurde alſo gleich auf die Wirklichkeit angewandt, was uͤberall geſchehen kann, da die Wirklichkeit mit der wahren Erkenntniß voll⸗ kommen uͤbereinſtimmt(congruirt), da mithin das Erkennt⸗ nißgeſetz zugleich Geſetz der objectiven Welt iſt. Gilt letz⸗ teres uberhaupt in Beziehung auf die Verſchiedenheit der Dinge, ſo muß es auch in Beziehung auf die Glieder des Gegenſatzes gelten, zwiſchen welchen eben die ausgezeich⸗ netſte Verſchiedenheit obwaltet, da ſie in ihrer Schroffheit als Extreme ſich darſtellen. Man kann alſo ſagen: je mehr die Glieder eines Gegenſatzes, z. B. Licht und Finſterniß, oder Leben und Stoff, oder Geiſt und Materie durch den Begriff als verſchieden geſetzt ſind, je ungleicher ſie fur die Erſcheinung hervortreten, deſto nothwendiger iſt es, auf die (unſichtbare) Einheit der Glieder eines ſolchen Gegenſatzes zu ſchließen, ſobald das Geſetz erkannt iſt, daß die Ver⸗ ſchiedenheit nur an der Einheit, die Einheit nur an der Verſchiedenheit erkannt werden kann, daß mithin auch in der objektiven Welt die Verſchiedenheit nicht ohne die Ein⸗ heit, und umgekehrt, beſtehen kann.— Es laͤßt ſich aber das obige Geſetz auch aus dem Vorhergehenden folgern,


