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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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erkannt werden, daß ſie eins und verſchieden(identiſch und different) zugleich ſind. Das Pferd und der Hund ſind beide eins durch die Begriffe des Reichs und der Claſſe, wozu ſie gehoͤren; ſie ſind beide Thiere und beide Saͤugthiere, haben das Weſen und Leben des Thie⸗ res und Saͤugthieres vollkommen mit einander gemein, aber ſie unterſcheiden ſich durch die beſondere Gattung und Art, und dieſe Unterſcheidung iſt nur moͤglich durch den Gegenſatz des Allgemeinen, worin ſie eins ſind. Dieß iſt nur der Gegenſatz, wodurch uͤberhaupt die Erkenntniß des Verſchiedenen bedingt iſt, aber es laͤßt ſich auch das Verſchiedene ſelbſt in deutliche Gegenſaͤtze aufloͤſen. Bleiben wir bei dem gegebenen Beiſpiele ſtehen, ſo iſt die Groͤße des Pferdes der(verhaͤltnißmaͤßigen) Kleinheit des Hundes, die Staͤrke jenes der(verhaͤltnißmaͤßigen) Schwaͤche dieſes, der ungeſpaltene Huf des Pferdes dem in Zehen geſpaltenen Fuße des Hundes, die laute bellende Stimme des letzten dem heiſern Wiehern des erſten, die reine Pflanzenkoſt fuͤr das eine, die(vorzugsweiſe) Fleiſchnahrung fuͤr den andern u. ſ. w. entgegengeſetzt.

Wenn aber, im Gegentheil, zwei Dinge einander gleichgeſetzt(als gleiche erkannt) werden, ſo iſt dieß nur dadurch moͤglich, daß ſie wenigſtens in einer Hinſicht unterſchieden werden, ſonſt koͤnnten ſie weder als zwei, noch als einander gleiche erkannt werden; denn was in keiner Hinſicht verſchieden iſt, iſt eins oder Einheit, keine Mehrheit. Zwei Eier z. B. können einander ſo gleich erſcheinen, daß Niemand vermag, ſie, einzeln und nach einander betrachtet, zu unterſcheiden. Dennoch ſind ſie wirklich verſchieden, waͤre es auch nur dadurch, daß ſie ver⸗