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zutrauen, wenn ich nicht glauben wollte, daß ſie ſelbſt die⸗ ſes Verzeichniß fortſetzen koͤnnten und bereits uͤberzeugt waͤren, daß es eine Fortſetzung ins Unendliche fähig iſt. Es fragt ſich nun, ob das Erkenntnißgeſetz, von wel⸗ chem im Nächſtvorhergehenden die Rede war, im Allgemei⸗ nen und Beſondern feſt genug begruͤndet ſey? das Geſetz naͤmlich: daß, a) im Allgemeinen, alle Erkenntniß durch Gegenſatz bedingt ſey, und b) daß, im Beſondern, die Erkenntniſſe ſelbſt einander entgegengeſetzt ſeyn muͤſſen, wenn ſie, als ſolche, ins Bewußtſeyn eintreten ſollen. Hin⸗ ſichtlich des erſten Theils dieſes Geſetzes darf ich wohl allgemeine Einſtimmung vorausſetzen, da der Gegenſatz von Subjekt und Objekt offenbar genug zu aller Erkenntniß nothwendig iſt; was aber den zweiten Theil betrifft, ſo duͤrften manche Leſer mir ihn wenigſtens beſchraͤnken wollen. Sie werden zwar zugeben, daß viele Erkenntniſſe gegen⸗ ſaͤtzlich durch einander bedingt ſind, aber ſie werden laͤug⸗ nen, daß dieſes Verhaͤltniß allgemein ſey; ſie werden ſagen, daß verſchiedene Erkenntniſſe(Anſchauungen, Vorſtellungen, Begriffe) auch ohne Gegenſatz neben und nach einander entſtehen und beſtehen koͤnnen. Sie dürften z. B. anfüh⸗ ren: die Anſchauungen oder Vorſtellungen von einem Hunde und einem Pferde ſind zwei verſchiedene Erkenntniſſe, aber — ſind ſie einander darum entgegengeſetzt?— Ich antworte: allerdings! obgleich in dieſem und allen ähnlichen Fallen der Gegenſatz kein ſchroffer iſt, wie bei den obigen Beiſpie⸗ len. Ich behaupte naͤmlich, daß das Verſchiedene uͤberall nur erkennbar iſt im Gegenſatze der Einheit, und umge⸗ kehrt. Zwei Dinge koͤnnen nur dadurch als verſchiedene


