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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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tigte Erfahrungsſatz, daß die größten Maͤnner, die man bei Lebzeiten faſt allgemein verkannte, ja verfolgte und vom Weltſchauplatze verdraͤngte, erſt nach dem Tode anerkannt und verehrt wurden, wovon Jeſus, den, waͤhrend ſeines gottlichen Lebens, Wirkens und Lehrens, ſelbſt ſeine Juͤnger mehr verkannten als erkannten, das auffallendſte Beiſpiel darbietet. Dieſe Gattung von Erfahrungen iſt gleich⸗ ſam in Jedermanns Haͤnden, Jeder hat in ſeinem Leben Guͤter ſchaͤtzen lernen durch den drohenden und wirklichen Verluſt derſelben, aber nur ſehr Wenigen iſt, ohne Zweifel, das Geſetz klar geworden, auf welchem dieſe Erfahrungen beruhen. Es iſt kein anderes, als eben das Erkenntnißge⸗ ſetz, von welchem hier die Rede iſt, es iſt der Gegenſatz zwiſchen dem Beſitz(oder Gewinn) und dem Ver⸗ luſt des Gutes, welcher deſſen Werth und Weſen ans Licht der Erkenntniß hervorhebt. Und darum lernt man ſelbſt das Leben erſt recht ſchaͤtzen, d. h. beſſer erkennen, wenn Krankheit, und mit ihr die Gefahr, es zu verlie⸗ ren, eintritt. Und ſo iſt es mit allen Guͤtern, die das Leben in ſich faßt: ſie werden nur durch die entgegenge⸗ ſetzten Uebel erkannt, ſo wie, umgekehrt, dieſe wieder nur durch ihre Gegenſätze zur Erkenntniß kommen. Was wuͤß⸗ ten wir von Ehre, Gluͤck und Ruhm, von Reichthum und Hoheit, wenn nicht in dem Doppelſpiegel der Erkenntniß die Gegenſaͤtze von Schande, Ungluͤck, Verruf, Armuth und Niedrigkeit hervortraͤten, um jene Guͤter dem Geiſte zum Bewußtſeyn zu bringen? Wer hätte eine Idee vom Frieden, wenn kein Krieg waͤre, wer einen Begriff von Weisheit, wenn ihr gegenuͤber nicht die Thorheit ihre Rolle ſpielte? Doch genug! Ich muͤßte meinen Leſern wenig