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Das Böse im Einklange mit der Weltordnung dargestellt : oder Neuer Versuch über den Ursprung, die Bedeutung, die Gesetze und Verwandtschaften des Uebels : mit kritischen Blicken in die Gebiete der neuern Theologie und Pädagogik in philosophischer Hinsicht / von B. H. Blasche
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alles, was er erkennen ſoll, ſich entgegenſetzen, ſich gleich⸗ ſam gegenuberſtellen muß. Bei allem Erkennen iſt zu unterſcheiden, einerſeits die erkennende Thaͤtigkeit, ander⸗ ſeits der Gegenſtand des Erkennens oder das Zuerkennende. Selbſt die ſubjektiven Idealiſten, die das wirkliche Daſeyn einer gegenſtaͤndlichen oder Außenwelt laͤugnen, muͤſſen be⸗ haupten, daß der Geiſt oder das Ich, beim Erkennen, ſich eine Welt, als ein ſcheinbares Nichtich, entgegenſetzen muͤſſe. Und wer, im Gegentheil, den Geiſt, beim Erkennen, mehr leidend(empfangend) als thaͤtig ſetzen wollte, waͤhrend er die Außenwelt oder den Gegenſtand des Erkennens als un⸗ abhaͤngig vom Geiſte, fuͤr ſich daſeyend, betrachtet, muß doch den Geiſt als einen(idealen) Spiegel ſich denken, in welchem der ihm gegenuͤbergeſtellte Gegenſtand(ein ihm Entgegengeſetztes) ſich abſpiegelt. In jedem Falle alſo iſt die weſentliche Bedingung des Erkennens der Gegenſatz. Dieß iſt aber noch nicht genug, und betrifft nur das Allgemeine, auch jede beſondere Erkenntniß kommt nur dadurch, als Erkenntniß, zum Bewußtſeyn, daß ihr eine andereentgegengeſetzt iſt oder wird. Man kann dieſes wichtige Geſetz auch ſo ausdruͤcken: alles wird nur in ſeinem Gegenſatze oder durch den⸗ ſelben offenbar, d. h. mit Bewußtſeyn erkannt. Die Ueberzeugung von der Wahrheit und Nothwendigkeit dieſes Geſetzes iſt ſehr wichtig, weil von ihr fur die rechte Anſicht der Dinge und ihrer Verhaͤltniſſe, im Einzelnen und im Gan⸗ zen, viel abhaͤngt. Wir muͤſſen daher bei dieſem Punkte unſers Schluͤſſels etwas verweilen, und Folgendes moge dazu dienen, die erwaͤhnte Ueberzeugung zu begruͤnden. Dieſe Begruͤndung kann nur durch Beiſpiele vermittelt werden.