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herrſchte, ſo wird eine geit kommen, in der ſich das Ver⸗ haͤltniß umkehrt und der zerſtörende Einfluß der Elemente auf den Organismus das uebergewicht uͤber dieſen gewinnt. Dieß iſt nun der Fall im Greiſenalter. Zwiſchen dieſem und dem Jugendalter iſt eine Zeit des Gleichgewichts zwiſchen dem Organismus und ſeiner Außenwelt: die gegenſeitige Stoffaufnahme iſt gleich, das Wachsthum hat aufgehoͤrt, das maͤnnliche Alter iſt erſchienen, und der noch kraftige Organismus weiß ſich durch eine betraͤchtliche Zeit hindurch in dieſem Zuſtande des Gleichgewichts mit ſeinen elementiſchen Umgebungen zu erhalten. Haben letztere aber einmal das Uebergewicht erhalten, ſo iſt auch die Zunahme deſſelben unvermeidlich, und die Uebermacht der Elemente behauptet endlich den vollkommenen Sieg uͤber den ge⸗ ſchwaͤchten Organismus, d. h. es erfolgt der Tod, und mit ihm allgemeine analysis der organiſchen Maſſe, Ruͤckgang des leiblichen Organismus in den elementaren Zuſtand.— So ſterben Pflanzen, Thiere, Menſchen durch gegenſaͤtzliche uebermacht von außen her, und ſelbſt die beharrenden, un⸗ veranderlich ſcheinenden Irden verwittern und zerfallen endlich an der Luft oder werden im Waſſer aufgeloͤſt, im
Feuer zerſetzt.
IIHI. Der Gegenſatz iſt Bedingung aller Erkenntniß. §. 10.
um dieſe Wahrheit vorerſt im Allgemeinen zu beſtati⸗
gen, kann man ſagen: das Erkennen ſelbſt ſey ein Entge⸗
genſetzen, denn es iſt gar nicht zu laͤugnen, daß der Geiſt 65 X


