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(das innere Leben des Organismus), anderſeits das Leben oder die Kraft der Außendinge ſind, welche zuſammen den doppelzeugenden Gegenſatz bilden, waͤhrend auf beiden Seiten die Zeugung ſelbſt ſich im Anziehen, Einſaugen und in der Aneignung des Stoffs, d. h. in der Ernaͤhrung offenbart.— Alſo auch bei denjenigen Dingen, die man unorganiſche nennt, iſt der Grund ihres Beſtehens theils derſelbe, theils ein aͤhnlicher. Die Elemente z. B., die keineswegs todt ſind, ſondern ein eigenthuͤmliches Leben haben, ſtehen auch mit einander ſelbſt im Gegenſatz und daher in Wechſelthätigkeit, ſie verzehren einander theilweiſe, naͤhren ſich gegenſeitig und erneuern und erhalten dadurch ihren Beſtand, waͤhrend in ihnen ſelbſt ein ſteter Wechſel vorgeht. Dieſes gegenſaͤtzliche Verhaͤltniß waltet am ſtaͤrk⸗ ſten zwiſchen den beweglichen(lebendigern) cosmiſchen und irdiſchen Elementen: Wärme und Kälte, Licht und Dunkel, Luft und Waſſer, wovon ſich der Ausdruck am deutlichſten in dem ſtets veraͤnderten Zuſtande der Atmoſphaͤre erkennen laßt. In den ſtarren Koͤrpern, den Irden(Mineralien) iſt dieſer Wechſel der Elemente durch die Cohaͤſion gehemmt und daher wenig bemerkbar. Sie ſcheinen keiner Nahrung zu beduͤrfen, noch ſolche ſich aus eigener Kraft aneignen zu koͤnnen; ſie erſcheinen daher als todte Dinge, doch wer⸗ den wir in der Folge ſehen, daß dieſer Tod nur ein Gleich⸗ gewicht ihrer entgegengeſetzten Lebenskraͤfte ſey, durch wel⸗ ches ihre Erhaltung bedingt iſt.
c. Auch das Vergehen der Dinge erfolgt kraft des Ge⸗ genſatzes und die Uebermacht eines Faktors.
5. 9. Ein Blick auf die Entwicklung der(organiſchen) Dinge 2


