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der allgemeinen Gegenſaͤtzlichkeit gegeben iſt; zu dieſer Ein⸗ ſicht aber wird das Folgende dienlich ſeyn.
II. Das Daſeyn und der Wechſel der Dinge(nämlich das Entſtehen, Beſtehen und Vergehen derſelben) iſt durch Gegenſatz bedingt.
a. Das gegenſäͤtzliche Entſtehen der Dinge.
Alle Dinge ſind Erzeugniſſe(Produkte). Dieß iſt allgemein anerkannt; denn ſchon der Sprachgebrauch iſt fuͤr die Wahrheit dieſes Satzes. Man theilt daher die Ge⸗ ſammtheit der Dinge in Natur⸗ und Kunſterzeugniſſe (Natur⸗ und Kunſtprodukte).— Daß ſelbſt dieſe Ein⸗ theilung wieder gegenſaͤtzlich iſt, ſoll nur beilaͤufig bemerkt werden, um darauf aufmerkſam zu machen, daß man nicht eintheilen kann, ohne auf Gegenſätze(gegenſaͤtzliche Einthei⸗ lungsglieder) zu kommen, woraus man ſchließen darf, daß das Eintheilen ſelbſt weſentlich, in einem Entwickeln gegen⸗ ſaͤtzlicher Verhaͤltniſſe beſteht.— Sind nun die Dinge Erzeugniſſe, ſo ſetzt ihr Entſtehen Erzeugen voraus. So⸗ weit man die Entſtehung der Naturdinge, beſonders inner⸗ halb der organiſchen Naturreiche(im engern Sinn) beobachtet hat, oder, ſo weit man die gewoͤhnliche, allgemeinſte Fort⸗ pflanzungsweiſe der organiſchen Dinge beobachten kann, iſt alle Zeugung durch das Gegen⸗ und Ineinanderwirken (Wechſelwirken) und Vereinigen entgegengeſetzter Principien geſetzt. Dieſe Entgegengeſetzten bilden den Geſchlechtsge⸗


