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pare und der erſtere an unſichtbare Feſſeln ſchmiedet. Iene Feſſeln hatten alſo wenigſtens noch den Vorzug, daſs dem redlichen Wahr⸗ heitsforſcher, dem ihre Laſt zu drückend wurde der höhere Genius ſeiner reinen praktiſchen Ver⸗ nunft erſcheinen, und nach ihrer Zerbrechung, Freyheit ihm ankündigen konnte; da im Gegen- theil von dieſen Feſſeln, unter denen nicht allein unſer erſcheinendes Ich, ſondern auch jenor hö- here Genius ſeufzt, nie eine Erlöſung zu hoffen ſcheint. Denn was bleibt dem ſo gefeſſelten an- ders übrig, als die ſchwindelnde Vernunft durch die Phantaſie, dieſe leidige Tröſterin, in den wil- den Traum von einer Vorſehung einwiegen zu laſſen, welche an der eiſernen Kette der Noth- wendigkeit,(die Kraft eines wohlthätigen Wah- nes den meiſten Freyheit zu ſeyn ſcheint), alle vernünftige Weſen als lauter wirkliche Automate, die einen ſpäter auf dem Umweg fogenanter La- ſter, den andern früher auf dem Richtwege ver- meintlicher Tugend zu einem gemeinſamen äuſſer- ſlen Ziele der ungehinderten moraliſchen Wirk⸗
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