Vorrede. X1
nug, um ein moraliſches Vermögen in ein ſitt- ches Unvermögen, oder dieſes in jenes umzu- ſchaffen; noch iſt uns ſammt und ſonders die Bor heit eigen, unſer eignes ſittliches Vermögen in ſittliches Unvermögen; oder gar in ein unſfittk- ches Verinögen umzuwandlen, und das, was un- ſer höchſtes und oberſtes Gut iſt, um nichts und
wieder nichts zu vertilgen.
Melir als dies wolte ich wenigſtens nicht be- haußten; und was ich behaupten wollte, das Habe ich ſo denken Wollen, daſs es von einem menſch- lichen Verſtande nach ſeinen Denkgeſetzen ge- dacht, und ſo bezeichnen wollen, daſs es meinem Sinn gemäs verſtanden werden könnte und müßste. Ich beſcheide mich gern, daſs mir wielleicht künf- tig eine Inkonſequenz im Gedankengang oder auch ein philoſophiſcher Sprachfehler im Ausdruck ge- Neigt werden kann. Aher gegen den Vorwurf der Unſittlichkeit getraue ich mür, diefe Theo- rie(die übrigens ganz und gar micht für meine eigne Erfindung, ſondern nur für meinen eignen
Fund


