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Volk-Kunst-Wissen / für die Schriftleitung verantwortlich: Oscar Quint
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oder ſich wie ein Rieſenmeteorit auf ſie ſtürzen könnten, allem irdiſchen Leben ein Ende in Glut bereitend!

Aber auch Eros, obgleich der nächſte aller Weltkörper(außer dem Monde!) für unſere Erde, bleibt immer noch 22 Millionen Kilometer von ihr entfernt das iſt eine hübſche Strecke; und über die nur möglichen anderen kleinen Vagabunden ſollten wir uns nicht unnötig den Kopf zerbrechen.

Doch warum reden wir immer noch nicht vom Mond? Sind wir wie der Vogel Strauß, der den Kopf in den Sand ſteckt, um die Gefahr nicht zu ſehen? Denn der Mond iſt unſere Gefahr, unſere nächſte und größte Gefahr! Dieſer ſo

armlos erſcheinende, ſo freundliche Begleiter, er plant nichts eringeres, als ſich einſt mit unſerer Erde zu vereinigen.

Die Entfernung des Mondes von der Erde beträgt nur 385 000 Kilometer, nicht einmal eine halbe Million das iſt gegenüber den 22 Millionen Kilometern der Eros⸗, den 40 Millio⸗ nen Kilometern der Venus⸗, oder gar den 150 Millionen Kilometern der Sonnenentfernung ein bedrohlich geringer Abſtand. Es be⸗ ſtehen daher auch zwiſchen Erde und Mond ſtarke gegenſeitige Anziehungen: die Erde, als der bei weitem ſtärkere Körper, hat es im Laufe der Zeiten fertiggebracht, das Schwergewicht des Mondes auf eine Seite zu ziehen, und mit dieſer ſchweren Seite hängt er nun, gewiſſermaßen wie ein Stehauf mit einem Bleifuß, nach der Erde hin, die ihn um ſich herumwirbelt am Bande ihrer Anziehungskraft, etwa wie eine Mutter, die ihr Kind an den Händen um ſich herumſchwingt, ſein Geſicht immer ihr zugewandt. Haſt du, lieber Leſer, dir ſchon einmal recht klar⸗ gemacht, wie ſeltſam es iſt, daß wir beim ganzen monatlichen Um⸗ lauf des Mondes immer nur dieſelbe Hälfte ſehen, ſo daß er ſich genau in der Zeit dieſes Amlaufs auch einmal um ſich ſelbſt drehen muß? Das hat der Zwang der irdiſchen Anziehungskraft bewirkt! Und da der Mond nun offenbar dies Schwerkraftſtreben zur Erde zeigt, wird er ihr da nicht näher und näher kommen und eines ſchlimmen Tages ſich auf ſie ſtürzen? Das iſt es in der Tat, was die Forſcher vorausſagen: die Bahn des Mondes wird ſich verengen, wirdſchrumpfen, die Anziehungswirkungen wer⸗ den ſich mit der Annäherung von beiden Seiten verſtärken und endlich wird die Vereinigung beider Körper ſtattfinden, wobei die Energie des Zuſammenſtoßes ſich in Glut verwandeln wird und der Untergang der alten Erde zugleich die Schöpfung einer neuen bedeutet: denn die glühende und an Maſſe vergrößerte Materie wird ſich unter dem Zwange ewiger Geſetze neu formen und ſich neu einordnen in den großen Reigen tanzender Geſtirne..

Bis aber das geſchieht, kann das Menſchengeſchlecht auf dieſem Erdball noch manche Stufe zu ſeiner Vervollkommnung empor⸗ klimmen. So haben wir das Schickſal unſerer Erde bis zu ihrem mutmaßlichen Ende durchdacht. Hypotheſen nur, Vermutungen können es ſein, wenn wir den Schleier zukünftiger Ereigniſſe zu durchdringen ſtreben, bei denen nur dies als Überzeugung feſtſteht:

Was entſtanden iſt, das muß vergehen; was vergangen, auferſtehen! Es iſt der Kreislauf des Werdens,

der allem Natur⸗ geſchehen zugrunde liegt.

esrsnn:

Der Menſch als Schöpfer neuer Pflanzen⸗ und Tierarten

Im Monat September findet in Berlin der fünjte Internationale Kongreß für Vererbungs⸗ wiſſenſchaften ſtatt, an dem die führenden Biologen aller Länder teilnehmen werden. Urſprünglich der Zoologie und Botanik angegliedert, hat ſich die Vererbungsforſchung zu einer Sonderwiſſenſchaft entwickelt, die auch ein praktiſches Anwendungsgebiet beſitzt: das bewußte Eingreifen des Menſchen in die Naturverhältniſſe im Sinne der menſchlichen Eugenik oder Raſſenhygiene und die Umwandlung der Tier⸗ und Pflanzenwelt nach den Bedürfniſſen der Land⸗ wirtſchaft. In Deutſchland wird die Vererbungsforſchung aller⸗ dings meiſt rein theoretiſch, d. h. um ihrer ſelbſt willen betrieben, Eine Ausnahmeſtellung nimmt das im Jahr 1914 von Prof. Erwin Baur begründete Inſtitut für Vererbungsforſchung ein, das der Landwirtſchaftlichen Hochſchule unmittelbar unterſtellt iſt und in Berlin⸗Dahlem ein eigenes Forſchungsgebäude und große gärtneriſche und tierzüchteriſche Anlagen erhalten hat. Das In⸗ ſitnt zerfällt in eine botaniſche und eine zoologiſche Abteilung, ie von Prof. Baur und Prof. Dr. Nachtsheim geleitet werden. 12 Morgen Landes ſtehen ihnen für pflanzen⸗ und tierzüchteriſche Verſuche zur Verfügung. Beſonders eifrig widmet man ſich der Erforſchung der Mutation, der ſporungartigen Umwandlung einer Art in eine andere, von deren genauerem Studium man ſich tiefere Einblicke in den noch vielfach rätſelhaften Vererbungsmechanis⸗ mus verſpricht. Die genaue Kenntnis dieſer Dinge kann unter Umſtänden zu einer willkürlichen Beeinfluſſung der Züchtung, die ti jetzt nur im Wege der Baſtardierung ausgeführt werden kann, ühren.

Gedanken des Schenkens, Schweſterlichen und Brüderlichen einſtellen will.

Das Vaterrecht hatte auch ſeine geſchichtliche Miſſion. Aber es iſt zu einer wahnſinnigen Ausartung des individualiſtiſchen Ge⸗ dankens gewachſen und damit zu einer wahnſinnigen Ausartung des Machtgedankens.

Wie das Vaterrecht das Mutterrecht abgelöſt hat, ſo wird mit der ſozialiſtiſchen Ordnung eine neue Periode des Rechts folgen, das Recht, das eine Vereinigung der alten geſchichtlichen Prinzipien bildet, weil es die perſönliche Freiheit mit der Idee der Gemeinſchaft eint.

Doch leuchtend ſteht über dieſem Ganzen der Argedanke des Mütterlichen mit ſeiner Ethik. Ein gebärender Schoß iſt die neue Geſellſchaft. Eine Mutter iſt die neue ſozialiſtiſche Ordnung des Lebens, weil ſie nur Schweſtern und Brüder hervorbringt und allen austeilt in gleicher Weiſe und mit gleicher Liebe.

So beſteht eine innige ſeeliſche Verbindung zwiſchen dem Weſen der Frau und dem Weſen der neuen Ordnung, deren Er⸗ kenntnis und deren bewußtes Erleben dem ſozialiſtiſchen Gedanken in hohem Maße die Frauen zuzuführen vermag. Die ſozialiſtiſche

Welt iſt die Welt der ſchenkenden Liebe und der ſchweſterlich⸗

brüderlichen Gemeinſchaft, und gerade die Frau, die von Natur das Prinzip des Schenkens und der innerlichen Verbundenheit mit anderem Lebendigen in ſich trägt, wird in der neuen Geſell⸗ ſchaft den ureigenen, naturhaften beglückenden Boden ihrer eigenen weiblichen Weſensart finden.

Der Fungbrunnen im Honigglas

In der KorreſpondenzVon den Immen, die das Preßamt des Imkerbundes in Kreien bei Lübz in Mecklenburg herausgibt, ſchreibt Hilde Koſlowſky:

Bienenhonig hat eine geradezu geheimnisvolle berkraft, er hebt Blutarmut auffallend, fördert daher das

des Mütterlichen und damit des

Zau⸗

Honig, echt deutſch, rein, geſund, verbürgt vom Deutſchen Imkerbund, o kauf ihn noch zu dieſer Stund!!