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Der Skiläufer : ein Lehr- und Wanderbuch / von A. Fendrich ; mit 8 Tafeln und zahlreichen Textbildern von Dr. R. Biehler
Entstehung
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Stand, während die Konturen heller Skier in unangenehmer Weiſe mit der Schneefarbe verſchwinden. Von rot und blau gefärbten Skiern, wie ſie jetzt auch in den Handel kommen, iſt abzuraten. Wer ſich von der großen Maſſe der Skiläufer abheben und vor ihr auszeichnen will, tut dies in viel wir⸗ kungsvollerer Weiſe durch das Skilaufen ſelbſt.

Die Länge der Skier muß ſich nach dem Gewicht richten, das ſie zu tragen haben. Leute von normalen Gewichtsverhält⸗ niſſen ſollen ihre aufrechten Skier mit den Fingerſpitzen an der Spitze der Aufbiegung gerade noch erreichen können. Wer ſchwerer iſt, als er es bei ſeiner Körperlänge normalerweiſe ſollte, muß 10 20 cm zugeben. Die größere Schwierigkeit in der Lenkbarkeit langer Schneeſchuhe wird in ſolchen Fällen dadurch ausgeglichen, daß der Ski nun nicht ſo tief in den Schnee einſinkt, was die Führung erleichtert. Bei verkruſtetem Schnee können zu kurze Skier, die nicht genügend tragen, ſon⸗ dern immer mit den Hinterenden oder den Kanten durchbrechen, einen zur Verzweiflung bringen. Alſo eher zu lange, als zu kurze Schneeſchuhe, wenn man über das Normalgewicht wiegt.

Die Ausbalancierung eines Skis iſt eine ſehr wichtige Sache. Die Bindung ſoll ſo angebracht ſein, daß, wenn man den Ski am Zehenriemen hält, die Spitze etwa in einem Winkel von 450 nach unten ſinkt.

Hat man nun unter Beobachtung dieſer vollſtändig ge⸗ nügenden Winke ein Paar Skier erſtanden, dann nehme man ſich als Anfänger ernſtlich vor, einen Winter lang niemals den Schneeſchuhen die Schuld am Stürzen oder mangelhaften Können zuzuſchreiben, ſondern ausſchließlich ſich ſelbſt. Der Telemarkſki iſt eines von jenen wunderbaren Geräten, die, obgleich ſcheinbar einfach und primitiv, doch nach feinen mathematiſchen und phyſikaliſchen Geſetzen gebaut ſind, und bei denen man nicht weiß, ob man mehr ihre Einfachheit oder mehr ihre Leiſtungsfähigkeit bewundern ſoll. Unter den Beinen des Ungeübten ſind die Skier grotesk komiſche Hinderniſſe für das Gehen. An den Füßen des Kundigen aber werden ſie zu beflügelten Schuhen, denen ein neuer Klopſtock erſt noch die Ode vom Schneekothurn ſingen müßte. Mächtiger, gran⸗ dioſer und kühner ſind die Bewegungen des Schneelaufs auf dem Ski, als die des Eislaufs auf dem Schlittſchuh. Nur zwei Geräte hat der menſchliche Geiſt ohne Zuhilfenahme der modernen Technik ganz aus den Begriffen des Naturmenſchen heraus erdacht, die dem hilfloſen Laien ebenſoviel Nätſel