— 18—
biegung gehen. Ihr Zweck iſt nicht etwa der, dem Schnee⸗ ſchuh Federung zu verleihen, wie oft geglaubt wird, ſon⸗ dern ſie ſoll verhindern, daß der nur in der Mitte durch den Körper belaſtete Schneeſchuh ſich nach unten durchbiegt. Die Spanne muß ſo hoch ſein, daß die untere Fläche des Skis vom Hinterende bis zum Beginn der Aufbiegung durch die Belaſtung des Körpers aus einer leicht gebogenen zu einer ganz ebenen, geraden Fläche wird, d. h. etwa 2—3 cm.
Mit dem Holz ſei man nicht zu heikel. So ſehr eine gewiſſe Vorſicht gegenüber den Händlern angezeigt iſt, ſo ſoll man ihnen nicht das Leben ſaurer und das Geſchäft ſchwerer machen, als nötig. Skier, deren Wachstumsſchichten ſchnur⸗ gerade parallel verlaufen und die gar keine Schönheitsfehler haben, ſind ſehr ſelten und ſehr teuer. Eſchenholz iſt das einzig richtige. Es gibt natürlich auch noch gewiſſe Speziali⸗ täten und Fineſſen, wie Hickory oder fournierte Skier(Hickory mit Föhre zuſammen) und andere Spezialitäten mehr, aber dieſe kommen nur für den vollkommenen Kenner in Betracht. Etwas Querholz, wenn es ſich nicht gerade an der vorderen Aufbiegung befindet, ſchadet nichts. Kleine Äſte haben auch wenig Bedeutung. Oft gibt es ſehr langſam und dicht ge⸗ wachſenes, etwas verknorpeltes Holz, deſſen Maſerung nicht gerade ſchön ausſieht, das aber zäh iſt wie Eiſen. Bedenk⸗ lich ſind nur größere Äſte, und zwar wegen der Bruchgefahr; aber auch deshalb, weil ſich in ihrer Umgebung meiſt Wider⸗ holz befindet, das leicht gegen den Strich aufreißt und dann auf die Fahrt bremſend wirkt.
über die Färbung zerbreche man ſich nicht lange den Kopf. Die Naturfarbe des Holzes iſt am ſchönſten, wenn die Skier im Laden ſtehen. Die Struktur der Faſern, die durch den Firnis noch mehr hervortritt, iſt an ſich ſchon ein ſchöner Schmuck der Skier. Die zwei feinen parallelen, mit dem Kehlhobel hergeſtellten Randlinien erhöhen die Eleganz der Form. Ein kleiner, roter Rhombus an der Spitze, wo die Zierlinien ſich kreuzen, bringt etwas Farbe und Leben hinein. Aber ſchwarz geſtrichene Skier mit weißen Zierlinien, die zuerſt etwas Düſteres, Sargartiges an ſich haben, ſind auf dem Schnee weit praktiſcher, und man findet ſie ſchließlich auch ſchön. Der Zweck der ſchwarzen Färbung iſt der, beim Springen die Möglichkeit einer leichten Orientierung über die Haltung der vom Schnee ſich ſtark abhebenden Skier zu geben. Jedenfalls hat das Auge auf dunklen Skiern einen„ſichern


