Vom Winter, dem„harten Mann“.
Es iſt etwas Großes um den Schneeſchuh, und das Wort Sport iſt für den Lauf auf den mächtigen, ſchlanken Hölzern über tiefen Schnee faſt zu kleinlich.
„Wir treiben jetzt auch Sport“— ſagen die jungen Mädchen, wenn ſie zum erſtenmal mit einem Netz voll Bällen und einem Schläger in der Hand zum Lawn⸗Tennis gehen und in einem gitterumhegten, glattgewalzten Platz Schlagball ſpie⸗ len.„Eisſport“ treibt der Schlittſchuhläufer, der auf der wohlgepflegten Eisbahn bei Militärmuſik ſeine Kreiſe zieht. Und„Winterſport’ treibt die Dame, die mit einer roten Mütze und einem weißen Sweater einen vereiſten Waldweg herab⸗ rodelt.
Nicht als ob ich dieſe Spiele und Körperübungen in Miß⸗ kredit bringen wollte! Bewahre! Sie haben ihren Wert und ihre Zeit.
Aber der Schneeſchuhlauf iſt mehr. Er iſt eine groß⸗ artige Aberwältigung der Natur in der herbſten Jahreszeit, ein kühnes Meſſen der menſchlichen Kräfte mit den Gefahren und Tücken des Winters, ein Zeitvertreib von großzügiger Wucht und Eleganz und eine Höhenkunſt des Wanderns, die uns aus der winterlichen Enge und Lichtarmut der Städte hinaufhebt in ein reineres, freieres und kraftvolleres Daſein.
Allerdings für diejenigen, die mit auffallenden Koſtümen im Winter zwei⸗, dreimal beſchneite Berge herabrutſchen, weil


