Teil eines Werkes 
1 (1819) Erster oder theoretischer Theil. : nebst einem illuminirten Forstkarten-Schema und mehreren Tabellen.
Entstehung
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Nun gebe man einem jeden Diſtrikte einen Namen, wozu am ſchicklichſten die bisher gebraͤuchliche Benennung gewählt wird, um Misverſtand bey den Holzhauern, Kohlern und Fuhrleuten zu vermeiden. Sollte aber eine große Strecke Waldes disher nur einen Namen gehabt haben, und nun in mehrere Diſtrikte zerfallen; ſo ſetze man dem General⸗Namen die Worte Ober⸗, Mittel⸗ und Unter⸗ z. B. Struth, bey, oder man numerire die Jagen und laſſe auf der Karte in zjeden Diſtrikt den für ihn heſtimmten Namen oder die Nummer des Jagens ſchreiben.

Iſt alles dieſes geſchehen, ſo koͤnnen diejenigen Schneißen oder Geſtelle, wodurch allenfalls verſchie⸗ denerley Holzarten, als Laub⸗ und Nadelholz, oder Hoch⸗ und Niederwald getrennt werden, oder wodurch ein haubarer Beſtand von einem jungen und mittelwüchſigen ſeparirt wird, alsbald in der verordneten Breite aufgehauen werden, wenn es die Jahreszeit erlaubz. Ziehen aber projectirte Schneißen durch ein und dieſelbe Helzart, und iſt der Beſtand im Alter nicht ſehr verſchieden; ſo laſſe man ſolche Schneißen vor der Hand noch nicht aufhauen. Man verpfähle die angenommene Linie nur dauerhaft, und warte mit dem Aufhauen zu einer Schneiße, bis der Forſt erſt taxirt und der Wirthſchaftsplan gemacht iſt⸗ Bey der Gleichſtellung des jährlichen Holzertrages iſt es oft nöthig, von einem Diſtrikte nur noch eine kleine Fläche zu einem angrenzenden zu nehmen, um den periodiſchen Ertrag gleich zu machen. Iſt dann die Schneiße zwiſchen beyden Diſtrikten ſchon gehauenz ſo muß nahe dabey noch eine angelegt werden, um, wie es ſehr gut iſt, jeden periodiſchen Wirthſchaftstheil genau zu ſepariren. Iſt hingegen in dieſem Falle dis Schneiße noch nicht gehauen; ſo kann die Linie leicht verrückt, der eine Diſtrikt, ſo viel nöthig iſt, vergrößert, und folglich eine Schneiße geſpart werden.

Auſſer dieſer Abtheilung in Diſtrikte oder Jagen muß auch ein großes Ferſtrevier in mehrere Haupt⸗Wirthſchafts⸗Theile getheilt werden, um dadurch den Menſchen, welche ſich daraus be⸗ holzen, die Anfuhr des Holzes zu erleichtern, und den Weideberechtigten keine, ſonſt unvermeidliche Hin⸗ derniſſe in den Weg zu legen. Man formirt in dieſem Fall aus dem ganzen Forſte zwey oder drey Haupt⸗Wirthſchafts⸗Theile von 2000 bis 4000 Morgen und behandelt jeden derſelben, als wenn es ein beſonderes Forſtrevier wäre. Die Abtheilung muß dann aber ſo gemacht werden, daß in jedem Haupt⸗Wirthſchafts Theil eine verhaͤltnißmäßige Menge Holz von jedem Alter ka, um eine nach⸗ haltige Wirthſchaft darin treiben zu können.

Im 2ten Kapitel des achten Abſchnittes wi noch mehr von dieſen 1 Haunt. Wirthſchafts⸗ Theilen vorkommen, und im 7ten Kapitel deſſelben Abſchnittes werde ich auch zeigen, wie die in Diſtrikte und Haupt⸗Wirthſchafts⸗Theile abgetheilten Ferſte in Schläge eingetheilt werden können.