24 bränden, bey Naupenfraß und in manchem andern Falle große Vortheiſe, und verſchaffen eine deutlichere Ueberſicht und Kenntniß des Locals, ais wenn der ganze Waldbeſtand in einer Maſſe zuſammenhängt. Auch wird es nur bey einer ſolchen Abtheilung in Diſtrikte oder Jagen möglich, die aus jedem derſelben nach und nach erfolgenden Holzmaſſen beſtimmt aufzuzeichnen, die taxirte Maſſe damit zu vergleichen, oder dagegen zu controliren, den ganzen Wirthſchaftsplan immer in gehöriger Ueberſicht zu halten, und bey unverausgeſehenen Fällen, die eine Abänderung im ganzen Plane bewirken, das Nöthige zu verändern.
Man wird leicht ermeſſen, daß eine ſolche Eintheilung, wenn ſie allen dieſen Beſtimmungen ent⸗ ſprechen ſall, nicht willkührlich, folglich nicht ſo gemacht werden kann, daß ein Diſtrikt ſo groß wird, als der andere. Und eben ſo gut wird man einſehen, daß die Schneißen, nach Vorausſchickung dieſer Be⸗ ſtimmungen, nicht immer ſymmetriſche Figuren bilden können. Es kommt darauf auch ganz und gar nicht an. Weder von der Gleichheit, noch von der Symmetrie wird man einen weſentlichen Vortheil haben, oder ſie nur im Walde bemerken. Es iſt daher immer vortheilhafter, die Nutzbarkeit der Symmetrie vor⸗ zuziehen, und bey der Diſtrikt⸗Abtheilung weder auf gleiche Flächen, noch auf Symmetrie der Schneißen beſondere ängſtliche Rückſicht zu nehmen.
Man theile daher die Diſtrikte nur ſo ab, daß durch die Schneißen alle, oder doch die meiſten der vorhin genannten Vortheile erlangt werden. Kann aber Gleichheit der Flächen und Parallelität der Schneißen mit den angeführten Vortheilen verbunden werden; ſo iſt's freylich um ſo viel beſſer.— Ueberhaupt aber bemühe man ſich, wo es möglich iſt, ziemlich gleichen Holzbeſtand in einen willkührlich zu begrenzenden Diſtrikt zu ziehen, jeden in der Mitte des Waldes gelegenen Diſtrikt durch vier gerade Linien einzuſchließen, und dieſe Linien oder Schneißen, wenn es möglich iſt, von Süden nach Norden, und von Oſten nach Weſten ziehen zu laſſen, weil dadurch die Parallelität der künftigen Schläge bewirkt wird, die man, in der Regel, nach Weſten hin abtreibt. Sollten aber Niederwaldungen einzutheilen ſeyn, die in einer ſolchen Gegend liegen, wo bey Oſt⸗ und Nordoſtwind die neuen Triebe oft erfrieren; ſo laͤßt man die Haupt⸗Abtheilungs⸗Schneißen, oder die Geſtelle, von Nordweſt nach Südoſt ziehen, um die Schlaͤge künftig nach Nordoſt zu führen, und den jungen Hauen dadurch einigen Schutz vom ſtehenden Orte zu be⸗ Sdirken.. im. zennit
Will man nun nach den vorausgeſchickten Grundſätzen die Diſtrikts⸗Abtheilung in einem zufammen⸗ haͤngenden Walde vornehmen; ſoziehe man auf der Karte, mit Bleyſtift, die Abtheilungslinien ſo, wie man wünſcht, daß ſie ziehen möchten. Hieragf gehe man mit dieſer Karte in den Forſt, und unterſuche an Ort und Stelle, ob die Schneißen wirklich ſo angeordnet werden können, oder welche Abänderungen, der Localität und den Umſtänden nach, nöthig ſind. Dieſe vielleicht an allen zu Hauſe gezogenen Linien gemachten, der Localität nun angepaßten, Abänderungen laſſe man hierauf alsbald in die Karte zeichnen, und die heſtimmten Linien im Walde nur zu ganz ſchmalen, aber doch bemerklichen Schalm⸗Schneißchen aufhauen und dauerhaft verplöcken.—
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