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Facies: quilibet dens in, partem ſuperiorem, quae viſuĩ patet et corona vocatur, et in inferiorem latentem, quae radix ſalutatur, commode dividi poteſt; radix dentis intra lveolum recondita perioſtio obducta, in extremitate fora- minulo pertuſa, ſurculis nerveis ſanguiferisque aditum ad ipſam dentis ſubſtantiam cavam concedente; inciſores, ca- nini, anterioresque molares ſimplici, poſteriores vero dupli- ci, nunc triplici imo quadruplici gaudent radice, et hae multiplices radices non raro externum oſſium maxillarium parietem perfodiunt, ita ut in corum eradicatione triſtes ſaepe effectus ſequantur. Altera caque potior dentis pars extra alveolum gingivamque eminet, perioſtio deſtituta.
Cunnexio: in alveolis ambarum maxillarum per gompho-
fin probe infixi, inſtar clavorum.
Subſtantia: ex omnibus corporis humani oſſibus duriſ- ſima fimiffimaque; quilibet dentium anguſta gaudet cavita- te; ubi ex gingiva prominet, ſubſtantia quadam peculiari alba quaſi vitrea nitet, encauſto operi non abſimilis.
Pyoprietates peculiares*): notiſſima res eſt, in recens natis nullos dentes apparere, quia in alveolis ſub gingivis abſconditi latent, et aliam plane formam ac adultorum den- tes habere ſolent, quum corona absque radice ex tenui la- mella oſſea inferius aperta conſtet; circa ſextum aut octa-
vum aetatis menſem primo dentes inciſores prorumpunt, re-
liqui pedetentim ſequuntur; ſub anterioribus utriusque maxil-
jae dentibus altera et nova quaſi ſeries eorum latet, qui den-
des, poſtquam primarii, ſeu barbare ita dicti, dentes lactarii
circa oGtavum aetatis annum exciſi ſunt, priorum loca occu-
pant; qui ultimi ſeu ſecundarii, adhibita convenienti munditie, ad ſenium usque permanent, ubi tandem, foraminulis in ra- dicibus corum coalitis, ex ſucci nutritii defectu vacillant
fumuntur, licet cum gingivis in margines duras et quaſi cartilaginoſas maſticando degenerent, et ita certo reſpectu
vices dentium ſuppleant.
Wus: praecipuus praeter venuſtatem ad maſticationem, deinde ad loquelam articulatam.—
Os linguae. Nomina varia: os hyoides, ypſiloides, bicorne.
Situs: in anteriori colli parte, intra angulos maxillae inferioris, et inter linguam et cartilaginem ſcutiformem ſeu
pomum ita dictum Adami.
Figura:
exciduntque; alveoli tunc temporis mora atteruntur et con-
Gexgenden: jeder Zahn hat einen obern ſichtbaren Theil, der die Krone genennt wird, und einen untern ver⸗ borgenen, den man die Wurzel nennt; dieſe ſtekt innerhalb dem Kinnbaken, iſt mit einem Knochenhaͤutchen uͤberzogen, hat an der Spize ein kleines Loch, durch welches die Nerven⸗ zweige und Blutgefaͤſe in die Subſtanz des Zahns gehenz dieſe Wurzel iſt bey den Schneidezaͤhnen, Beißzaͤhnen und vorderſten Bakenzaͤhnen einfach, bei den hintern Bakenzaͤh⸗ nen aber gedoppelt auch drei⸗ und vierfach, und dieſe viel⸗ fachen Wurzeln durchbohren zuweilen den aͤuſern Rand an beiden Kinnbaken, wodurch bei dem Ausziehen ſolcher Zaͤhne oft ſchlimme Folgen entſtehen. Der obere Theil eines Zahns ragt aus der Zahnhoͤle und dem Zahnfleiſch hervor, und iſt mit keinem Knochenhaͤutchen uͤberzogen.
Zuſammenhang: ſie ſind in den Zahnhoͤlen beider Kinnbaken gut befeſtigt, und gleichſam eingekeilt.
Subſtanz: ſie ſind die haͤrteſten und feſteſten Knochen am menſchlichen Koͤrper; jeder hat inwendig eine kleine ſchmale Hoͤlung; ſo weit man ſie auſer dem Zahnfleiſch ſe⸗ hen kann, ſind ſie mit einer eigenen glasartigen Subſtanz uͤberzogen, die man den Schmelz oder Glaſur nennt.
Beſondere Eigenſchaften*): bei einem neugebornen Kind ſind bekantermaſen keine Zaͤhne zu ſehen, ſondern ſie liegen in den Zahnhoͤlen unter dem Zahnfleiſch verbargen, ſe⸗ hen aber ganz anders aus als die Zaͤhne der Erwachſenen, in⸗ dem nur die Krone ohne Wurzel vorhanden iſt, die aus einer duͤnnen holen Knochenplatte beſteht; ohngefehr gegen den ſech⸗ ſten oder achten Monat treten die Schneidezaͤhne zuerſt hervor, worauf nach und nach die uͤbrigen folgen; unter den vor⸗ derſten Zaͤhnen jeden Kinbakens liegt noch eine Reihe ver⸗ borgen, die, nachdem die erſten oder ſogenannten Milchzaͤhne ohngefehr im achten Jahr ausgefallen ſind, erſt zum Vor⸗ ſchein und an die Stelle der vorigen kommen; dieſe bleiben, wenn man ſie reinlich haͤlt, bis ins Alter, wo alsdenn die kleinen Loͤcher an den Wurzeln verwachſen, und ſie alſo aus Mangel der Nahrung loker werden und ausfallen; in die Zahnhoͤlen, die ſich nach und nach ganz abreiben, legt ſich das Zahnfleiſch, welches durchs Kaͤuen hart und faſt knorp⸗ licht wird, und auf dieſe Art die Zaͤhne gewiſſermaſen erſezt.
Muzen: zur Schoͤnheit, vorzuͤglich aber zum Kaͤuen und demnaͤchſt zur deutlichen Sprache.
Das Zungenbein. Verſchiedene Namen: Ppſilonfoͤrmige Bein, ꝛc. Lage: an dem vordern Theil des Halſes, zwiſchen den beiden Winkeln des Unterkinbackens, und zwiſchen der Zunge und dem ſchildfoͤrmigen Knorpel oder dem ſogenannten Adamsapfel. Geſtalt:
Ꝙ 4 e 2 4 v. 2&. 9.** *) John Hunters natuitliche Geſchichte der Zaͤhne und Beſchreibung ihrer Krankheiten, in zwei Theilen. Leipz. 1780. 8. mit Kupfern. Honor. Gaillard Courtois gruͤndliche und auf Beobachtung geſtuͤzte Unterſuchung der Beſchaffenheit und Krankheiten der Zaͤhne,
und der Art ſie zu heilen und ihnen vorzubeugen. Gotha 1778. 8. mit Kupf.
arzney von den Zaͤhnen. Wien 1767. 8.
Joſ. Georg Paſch Abhandlung aus der Wund⸗
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