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Svccincta Descriptio Ossium Et Musculorum Corporis Hvmani Ac Horvm Praecive Qvi In Svperficie Corporis Svnt Obvii Methodo Idonea Tabellari Concinnata : cum XIX. Tabulis aeneis / a Christiano Theophilo Hofmann Medic. Doct. Anatomiae Et Chirvrgiae Profess. Pvbl. Ord. in Viniversitate Altorfina Et Ibid. Poliatro, Academiae Imperial. Nat. Cvrios. Et Electoral. Mogvnt. Scientiar. Collega./von Christian Gottlieb Hofmann der Arzneikunst Doktor, der Zergliederungs- und Wundarzneikust öffnetl. ordentl. Lehrer der Universität Altorf, und Stadt-Physikus daselbst, der kaiserl. Akademie der Naturforscher und der kurfürstl. Mainzischen Akademie der Wissenschaften Mitglied.
Entstehung
Seite
17
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n Ausziehen ſolcher Zihne er obere Theil eines Jrjus Jahnſeſch hervor und iſ zogen.

n den Zahnhöͤlen beider hſam eingekeilt.

ken und feſteften Knochen at inwendig eine kleine auſer dem Zahnfkeiſch ſe⸗ ten glasartigen Subſtanz oder Glaſur nennt.

: bei einem neugebornen nne zu ſchen, ſondern ſie Jahnſleiſch verdegen, ſe⸗

ähne det Erwachſenen, in

othanden iſt, die aus einer tz ohngefehr gegen den ſech⸗ Schneidezaͤhne zuerſt hervor⸗ folgen; unter den vor⸗ hegt noch eine Reihe ver⸗ er ſogenaunten Milchzaͤhne ſallen ſind, erſt zum Vor⸗ gen kommen; dieſe bleiben, ins Alter, wo alsdenn die wachſen, und ſie alſo aus en und ausfallen; in die ch ganz abreiben, legt ſich Kaͤuen hart und faſt knorps dähne gewiſſermaſen erſezt.

vorzuͤglich aber zum Kaͤuen

prache.

nbein. ſilonfoͤrmige Bein,. l des Halſes/ wiſchen den

ns, und zwiſchen der Zunge em ſogenannten

Figura: arculum quaſi repraeſentat.

Diviſio: in mediam portionem ſeu baſin, et partes la- terales ſeu cornua; baſis anterius gibba ſeu convexa, po-

ſterius autem concava ſimulque excavata; cornua ſunt apo- phyſes eius teretes aliquantulum planae, quarum anteriori- bus et poſterioribus extremitatibus non raro parva cornua

triticea adhaerere ſolent.

Connexio: cum lingua, larynge, et apophyſibus ſtyloi- deis arcta; cum maxilla inferiori, ſcapulis, claviculis et ſterno remota.

Subſtantia: valde ſpongioſa.

WMſus: linguae pro adhaeſione, et motu inter degluti- endum et loquendum inſervit.

Auris interna.

Superius in deſcriptione ſubſtantiae oſſis petroſi de au- ditus organis mentio facta eſt, quae, quatenus oſſea ſunt, attentionem merentur ſpecialem. Hic autem circa notatu tantum digniora ſubſiſtendum nobis eſt, quoniam absque vi- va voce oſſium utut in hunc finem ſtudioſiſſime praepara- torum et fifforum conditio perſpici nequit; attamen hic icones, quas exhibuit Valſalva, Duverneus, Caſſebohmius, Meckeliusque utiliter ſunt adhibendae.

Generatim ſequentes quatuor diviſiones ex uſu ſunt:

1.) meatus auditorius externus, qui in adultis canalis eſt tortuoſus, a foramine externo auditorio incipiens, et in re- gione tympani deſinens; in infantibus annulus tantum oſſe- us, ex quo tandem meatus ille formatur, adeſt, ſuper hunc expanditur membrana tympani.

2.) cavitas tympani, quae in partem anteriorem et po- ſteriorem diſtinguitur; in illa orificium tubae Euſtachianae notandum, in hac conſideranda duo foramina, quorum al- terum feneſtra rotunda, alterum feneſtra ovalis appellatur; tuberoſitas quaedam cochleam operiens; canalis Fallopii, portionem duram nervi auditorii tranſmittens; et quatuor ofſſicula auditus; ut primo malleus, cuius caput cum cavi- tate glenoidea incudis per ginglimum articulatur, et ab al- tero latere in apophyſin gracilem, manubrium dictam, de- ſinit; deinde incus, cuius corpus malleo nectitur, duo cru- ra habens, unum brevius et paulo craſſius, alterum lon- gius at tenuius, quod cum tertio oſſiculo orbiculari ſeu len- ticulari, utpote totius corporis minimo, duabusque conve- xis faciebus praedito, cohaeret, una facies incudis crus, oppoſita autem quartum oſſiculum ſtapedem tangit, qui con- ſtat ex capite, duobus lateribus intus ſulcatis, et baſi, fe- neſtrae ovali incumbente.

3.) La-

e 5

Geſtalt: wie ein kleiner Bogen.

Eintheilung: das mittelſte Stuͤk wird der Grund ge⸗ nennt, und die beiden Seitentheile die Hoͤrner; am Grund

iſt die vordere Oberflaͤche gewoͤlbt, die hintere hingegen ausge⸗

hoͤlt; die Hoͤrner ſind laͤnglicht runde doch etwas breite Fort⸗ ſaͤge deſſelben, an deren vordern und hintern Endigungen zuwei⸗ len noch kleine Anhaͤnge, an Geſtalt wie Weizenkoͤrner, ſind.

zuſammenhang: mit der Zunge, dem Kopf der Luft⸗ roͤhre und den Griffelfortſaͤen haͤngt es genau zuſammen; mit dem Unterkinbaken, Schulterblatt, Schluͤſſelbein und Bruſtbein auf entfernte Art.

Subſtanz: ſehr ſchwammicht.

Muzen: der Zunge zur Befeſtigung, und zur Bewe⸗ gung beim Herunterſchluken und Reden zu dienen.

Das innere Ohr.

Es iſt oben bei der Subſtanz des Schlafbeins von den Gehoͤrwerkzeugen geredet worden, die, in ſo fern ſie aus Knochen beſtehen, hier noch einige Anzeige erfordern. Man muß ſich aber gegenwaͤrtig nur auf das merkwuͤrdigſte ein⸗ ſchraͤnken, indem ohne muͤndliche Erklaͤrung an den mit Fleis dazu praͤparirten Knochen nichts gewiſſes gelernt werden kann; doch kann man ſich auch hierzu der Kupferſtiche ei⸗ nes Valſalva, Duverney, Caſſebohm und Mekels mit Nu⸗ zen bedienen.

Ueberhaupt pflegt man folgende vier Abtheilungen an⸗

zunehmen:

j.) den aͤuſern Gehoͤrgang; dieſer iſt bei Erwach⸗ ſenen ein gekruͤmmter Kanal, faͤngt von der aͤuſern Oef⸗ nung des Ohrs an, nnd endigt ſich am Trommelfell; bei

indern iſt nur der knoͤcherne Ring vorhanden, uͤber den das Trommelfell geſpannt iſt, und aus dem nach und nach jener Kanal gebildet wird.

2.) die Hoͤlung hinter dem Trommelfell; dieſe wird in den vordern und hintern Theil getheilt; in dem erſtern iſt beſonders die Oefnung der Euſtachiſchen Trompete merk⸗ wuͤrdig, in dem andern aber ein paar Oefnungen, wovon eine das runde, die andre das eyrunde Fenſter heiſt; eine Erhabenheit, unter welcher die Schneke liegt; der Fallo⸗ piſche Kanal, durch den der feſte Theil des Gehoͤrnerven geht; und die vier Gehoͤrbeinchen; als erſtlich der Hammer, an dem man den Kopf bemerkt, der mit der flachen Hoͤle des Amboſes in Gelenk ſteht, und den Angriff des Hammers; zweitens der Ambos, an welchem der Haupttheil oder Koͤrper, der mit dem Hammer verbunden iſt, und ſeine beiden Schenkel, ein kur⸗ zer diker, und ein langer duͤnner, zu bemerken ſind; lezte⸗ rer verbindet ſich mit dem dritten, nemlich dem runden oder linſenfoͤrmigen Beinchen, als dem kleinſten am gan⸗ zen menſchlichen Koͤrper, welches zwei erhaben gewoͤlbte

Oberfläͤchen hat, mit deren einer es das vorige Bein be⸗

ruͤhrt, mit der andern aber an das vierte, nemlich den Steigbuͤgel, ſtoͤſt, an dem der Kopf, die beiden ausge⸗ hoͤlten Seitentheile und die Grundflaͤche, die auf dem ey⸗ runden Fenſter ſteht, zu betrachten.

. 3.) den

E