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Chirurgische Anatomie und Operationslehre für Thierärzte / von Dr. E.F. Gurlt und Dr. C.H. Hertwig, Professoren an der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin
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Morton rerdrid aruröhre und konute qan d. Gelingt der Versuch iich er Sin des Steins ist, 3 letztern entsprechenden p. 3l Lange) in der Längenna h die Haut, qus Zellgewch

uud preſst dann den Steum t ihn nit der Pinzette ens itt nur darauf zu sehen: M -rehschnittenen Sebichten ma werden und dafs Sein duteee der in Zellgewebe keine Hid ein iulittriren köunte. Nas iniget man die Wunde md k

dan zuerst, wenn der gin us hens gefunden wi, mdt ia nach, ob er auch jetat dach hefindet. Ist dis ter fal. 8- of ihm den Einsckit; ſobt wan hat er sieh wahrseheulidt un- mols ihn deshalb in Verkui in der Riehtung nach da tiges Befühlen der Hrniir hn irgendwo festsitzent, 9 on unternommen werden; dit 30 wäͤhlt man äls Operains-

s Tlier beim Herunterstreidi Harntöbre jedesmal Sebuen lieses Merkmal, s0 macht u

e jem Scroto, möglichst nahe

Urin durch die Waunde abfliefst. Die Operation ist be- endet; da jedoch mehr als ein Stein in der Harnröhre zugegen sein könnte, so erscheint es zweckmälsig, mit der Sonde durch die Wunde die Harnröhre nach oben und unten vorsichtig zu untersuchen und, im Falle sich ein Zweiter Stein vorfindet, denselben durch gelindes Streichen mit den Fingern zur Wunde hinzubewegen und ihn durch diese zu entfernen. Sollte dies nicht ge- lingen, so müſste ein zweiter Einschnitt an der betref- fenden Stelle gemacht werden. Nachdem die Wunde gereiniget, wird das Thier eutfesselt und dann im Stalle so gestellt, daſs man beobachten kann, ob und wie es durch die Mündung der Haruröhre urinirt. Die Auslee- rung tritt oft sogleich, in manchen Fällen aber erst nach 2 3 Stunden ein.

Wenn man in der oben angegebenen Weise zu Werke geht, wird man höchst selten nöthig haben, wie Dieterichs es vorschreibt, die Harnröhre an einer Stelle zu öffnen, wo der Stein nicht liegt und diesen durch die Wunde mit der Sonde aufzusuchen. Dies Verfahren ist mangelhaft und nachtheilig; denn es er- giefst sich dabei der Urin in das Zellgewebe, und ver- ursacht böse Entzündungen; auch zieht sich die Harn- röhre nach dem Ausfluſs des Urins fest um den Stein zusammen, so daſs dieser schwer zu entfernen ist und zuweilen selbst eine Erweiterung der Wunde in ihr nöthig macht.

Nach der Operation ist das von Dieterichs vor- geschlagene Heften der äufsern Wunde nicht zweckmä- ſsig, weil hiernach Infiltrationen des Harns in das Zell- gewebe weit mehr euntstehen, als wenn die Wunde un- geheftet bleibt.

Um die Nachtheile der Harnröhrenfisteln zu ver- hüten, brachte Räber bei mebreren Ochsen eine

a. bleierne Röhre von folgender Form so in die Wunde b

und in die Harnröhre, dafs die Schenkel a, b in letzte- rer nach oben und unten liegen, der Schenkel c aber aus der Wunde etwa 1 Zoll lang hervorsteht. Die Röhroe ist nur in dem Winkel von a zu c hohl und der Urin fliefst daher durch sie nach hinten ab, ähnlich wie bei Kühen; der untere Schenkel dient ihr gleichsam nur statt eines Zapfens, um sie in der Harnröhre festzuhalten. Sie heilte immer leicht ein und verursachte keine üble Zufälle(Archiv Schweiz. Thierärzte Bd. I. Stk. 4. S. 47.).

Gc) Bei Schaafböcken und Hammeln erfaſst der Ope- rateur mit den Fingern der linken Hand die Vorhaut so, dafs er sie etwas erweitert und zugleich zurück- schiebt; mit der rechten sucht er den gewöhnlich sehr

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in die Höhe gezogenen Penis von aufsen, vom Mittel- fleische her, hervorzuschieben, ergreift dann denselben mit der linken Hand und führt mit der rechten eine dünne Metallsonde durch die Mündung der Haruröhre bis zu dem Stein. Neben demselben drängt man die Sonde nach hinten, um die betreffende Stelle zu bezeichnen, läſst sie dann von einem Gehäülfen genau eben so halten und scheert an der hervorgedrängten Stelle die Wolle im Verlaufe der Harnröhre, gegen 2 Zoll lang und 1 Zoll breit, gründlich ab. Hierauf macht man daselbst einen 6 bis 9 Linien langen Hautschnitt, präparirt das unter der Haut auf der Haruröhre liegende Fett eben so lang ab, schueidet dann gerade auf den Knopf der Sonde in die Haruröhre etwa 3 4 Linien lang ein, drängt durch Streichen mit den leingern den Stein zu der Oeff- nung, ergreift ihn mit einer Pinzette und zieht ihn her- vor. Die Operation ist beeudet. Wie bei andern Thieren, fliefst auch hier nach dem Einschneiden in die Haruröhre sogleich der Urin aus.

d) Bei Hunden ist das Verfahren demjenigen bei Schaafen sehr ähnlich.

Findet sich bei einem Thiere der Stein in dem un- tern Theile der Harnröhre, wo der Penis von der Vor- haut bedeckt ist. so mufs das Glied hervor- und die Vorhaut zurückgezogen werden, so weit dies nöthig erscheint, um an der betreffenden Stelle den Haruröh- renschnitt ausführen zu können. Im äuſsersten Falle mülste selbst die Vorhaut aufgespalten und nach der Operation wieder geheftet werden*).

§. 135.

Die Nachbehandlung besteht bei den verschiedenen Thieren gleichartig zuerst in der fleiſsigen Anwendung des kalten Wassers auf die Wunde und später, wenn Eiterung eintritt, in Waschungen mit schleimig en Mit- teln; bei callöser Beschaffenheit der Wundränder betupft man dieselben von Zeit zu Zeit mit Höllenstein. Bilden sich Oedeme, so skarifizirt man dieselben und wäscht mit gelind aromatischen und zusammenziehenden Mitteln. Die Thiere müssen in der ersten Zeit ruhig gehalten, wenig getränkt und mit milden Nahrungsmittelun in- ſsiger Menge ernährtwerde n.

*) Bei Thieren mit enger Vorhaut, namentlich bei Schweinen, fin- den sich zuweilen auch Steine in den blinden Taschen der Vor- haut, welche in derselben nach oben und hinten von der Mündung derselben etwa ¼ Zoll entfernt liegen. Diese Steine entstehen aus den crystallisirbaren Bestandtheilen des hier sich beständig einsickernden Urins, erzeugen in einzelnen Fällen Urinbeschwer- den und sind durch einen Einschnitt in die Wand der Tasche leicht zu beseitigen.

XXXV. Das Abnehmen des männlichen Gliedes(Amputualio penis).

§. 136.

Die Operation besteht in dem gänzlichen Abnehmen eines, bald längern bald kürzern, Theils des männlichen Gliedes, und sie ist indizirt: 1) wenn dasselbe in einem groſsen Umfange mit warzigen Auswüchsen, mit Krebs oder mit weit verbreiteten andern unheilbaren Geschwü- ren behaftet ist; oder 2) wenn sich an ihm tiefe und bereits degenerirte Queer- oder schiefe Wunden befin-

den, in Folge deren der vordere Theil des Gliedes wie gelähmt, mehr oder weniger kalt, ödematös, infiltrirt, oder selbst brandig, beständig aus der Vorhaut herabhängt und dieser Zustand durch andere Mittel nicht geheilt werden kann; und 3) wenn das Heraushängen in Folge von wirklicher Lähmung statt findet.

Das Abschneiden eines Theils des Penis ist nicht mit Lebensgefahr direkt verbunden, obgleich die Blutung

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