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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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71 Figar

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Wemtſemahan

Von denen Beingen zu dem Gehoͤr dienlich. 35

ſehr kleine/ deſſen ein Theil rund aus⸗

gebogen/ der andere aber eingebogen hol iſt/ wird mit nur erwehnten duͤnnen Li⸗ gament dem Obern⸗und Seiten⸗Theile des Stegreiffs angefuͤget d. Der Steg⸗ reif/ Lib. II. Tab VII. fig. 1, KLLM, eingecheilet in das ſpitzige Haͤuptgen/ wel⸗ ches das Hoͤckergen des Amboſſes/ ver⸗ mittelſt des dritten Beingens aufnimmt/ 2. Schenckel/ die Grundfeſte oder Auff⸗ tritt/ und das Loch; die Grundfeſte ſtehet

uff dem Eyerrunden Fenſtergen/ und ſchlieſſet ſelbiges genau zu/ deme es auch im Umfang mit einem zanten Haͤutgen fe⸗ ſte angehefftet/ daß es nirgends hie aus⸗ weichen kan/ unter dieſem Beingen/ ſind der Hammer und Amboß einer feſten Subſtantz/ mit vielen Loͤchergen/ wor⸗ durch die Blut⸗Gefaͤſſe gehen/ durchboh⸗ ret/ der Stegreif aber ſehr leichte und po⸗ ros. 2. Gaͤnge an der Fahl// nem⸗ lich der Waſſergang des Fallopii, Ariſto- telis, das runde/ das eyerfoͤrmige Fen⸗ ſtergen/ und letztlich der halbe Gang. Des Fallopii Waſſergang iſt der groͤſſe⸗ re/ an dem obern Theil der Trommel⸗ Hoͤle befindlich/ ſo in die krummen Hoͤ⸗ len des dutten formigen Fortſatzes gehet. Des Ariſtotelis canalis excrementitius liegt unten/ und thut ſich vorwarts auf/ aus der Trommel⸗Hoͤle gegen dem Gau⸗

men zu/ anfangs aus der Trommel⸗Hoͤ⸗

le/ iſt er beinicht/ bald aber gehet er in viele ungleiche Theile/ die gleichfals durch⸗ brochene Raͤume machen/ welchen der andere/ viel weitere/ theils haͤutigte/ theils knorplichte Canal/ der das uͤbrige des Gangs vollends ausmachet/ ange⸗ fuͤgt iſt: gehet alſo der gantze Canal krumm um/ von dem Hinter⸗ Haupte

vorwarts/ zu dem unterſten Theil der Na⸗ ſe/ ſich unten am Gaumen/ ein wenig uͤber dem Kehl⸗Deckel/ da er mit Anſtoß einiger Knorpel verlaͤngert wird/ endi⸗ gende. In der Mitte der Trum⸗ mel⸗Hoͤle/ iſt zu ſehen das groͤſſere hoͤ⸗ her gelegene/ mit des Stegreifs Grundfeſte verſchloſſene Oval oder Eyerrunde/ und auch das kleine/ untere runde/ mit ei⸗ nem Haͤutgen zugedeckte Fenſtergen/ durch welche beyde man in den Labyrinth kommt. III. Der Labyriuth oder Ir:gang hat z. Theile/ Lib. X, Tab. XII. fig. 3.*) den Vorhoff/ veſtibulum. eine faſt runde in dem Felſen⸗Bein an dem Oval Fenſtergen liegende/ mit einem Gaͤutgen umſpannete Hoͤle/ in welcher 5. Thuͤrgen wahrzunehmen/ eines iſt das Oval Kenſtergen ſelbſten/ die an⸗ dere ſind alle inwendig/ das erſte ſiehet in den obern Gang der Schnecke/ 5. wei⸗ ſen in drey halb circulrunde Canaͤle/ die 2. uͤbrige geben den Durchgang einem doppelten Aſte des weichen Theils der Gehoͤr⸗Nerven. 3) Dem eigentlich ge⸗ nannten zur Seite des Vorhoffs/ gegen das Hinter⸗Haupt zu gelegenem Irꝛgang/ Lib. X. Tab. XII. fig. 10, A. fig. 1 1. A. ſo aus 3. halb circul⸗runden Canalen/ den obern/ untern und mittelſten/ ſo alle mit einem duͤnnen Haͤutgen uͤberzogen ſind/ beſte⸗ het/ deren s. Ende nur y. Oeffnungen oder Loͤcher geben/ weil eins davon ge⸗ mein iſt/ denen obern und untern.) Die Schnecke/ Lib. X. Tab. XII. fig. 10, B. fig. 11. B. auch zur Seite des Vorhoffs/ gegen das Geſichte zu/ dem Labyrinth gegenuͤber gelegen/ beſtehet aus einem

halb Eyer⸗runden Canal/ und den bei⸗

nernen Blechlein/ welches als eine Schei⸗ E 2 dewand