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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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. Bucho/ Il und VII. Taffel/ ². 3.4. Sigur. Verney ſehr gelehrte Buͤcher vom Ge⸗ hoͤr/ ingleichem Joh. Munnicks Buch von

dewand die Schnecke in a. Kreiſe abthei⸗ let. Beſiehe hiervon Gunrheri Chriſto-

phori Schelhammer, und Joſephi du der Anatomie.

II. Buchs/ III. und VvIl. Taffel/ 2. 3. 4. Figur.

Von den untern und obern Kinn⸗ backen.

ͥ Nun hat zwey Kinnbacken zu be⸗ trachten vor ſich/ den obern und

untern/ ſo die Grundfeſte ſind des gantzen Angeſichts/ auf welchen die uͤbrigen ru⸗ hen. Beyde ſind bey denen Menſchen kuͤr⸗ ter und runder nach Proportion des Lei⸗ bes als bey denen Thieren/ welches man glaubet der Schoͤnheit halber geſchehen zu ſeyn. Andere hingegen halten davor/ es diene ſolches/ daß der Menſch die Buch⸗ ſtaben vollkommener vorbringen/ und die

Sprache beſſer formiren koͤnne/ zwar werde die Stimme hauptſaͤchlich gemacht

von der obern Lufft⸗Roöͤhre/ jedoch zu deſ⸗

ſen deutlicher Außdruͤckung und Unter⸗ ſcheid trage die Kuͤrtze des Mundes und der Kinnbacken nicht wenig bey.

Der obere begreifft die untern und Seeiten⸗Theile der Augenleiſſen/ die Naſe/ Backen/ den Gaumen/ und oberſte Neihe der Zaͤhne: er iſt an einem Menſchen un⸗ beweglich/ gleich auch bey meiſten Thie⸗ ren/ außgenommen der Crocodill/ welcher den obern beweglich und untern unbe⸗ weglich hat/ ingleichem der Papagey. Sein Weſen iſt feſte/ aber inwendig hol/ vornehmlich gegen die Zaͤhne zu/ allwo bey denen Kindern ein marckichter Safft enthalten: ſolche merckliche Hoͤle/ unter

dem Sitz der Augen bey denen unterſten Seiten der Naſe gelegen/ und inwendig mit einer ſchle:michten Haut gantz uͤber⸗ zogen/ iſt ziemlicher Groͤſſe/ rund und et⸗ was ablang/ mit einem dunnen Beine be⸗ deckt/ an deſſen Grundfeſte einige Erhoͤ⸗

hungen hervorſtehen/ in welche die Spi⸗

tzen der Zahn⸗Wurtzeln eingeſchloſſen ſeyn. Sie iſt meiſtens leer/ bißweilen aber mit Schleim angefuͤllet/ ſo durch einen Gange aus denen Kamergen des Stirn⸗ beins und dem Siebbeine fiieſſen ſolle. Die Figur iſt mancherley/ an dem obern Theil iſt ſie breiter/ an dem untern aber enger/ an jenem raget ſie hervor/ wor⸗ mit ſie die Naſe machet/ ebenfals auch an dem untern/ wo denen Zaͤhnen oberſter Reihe der Sitz verliehen wird vermittelſt gewiſſer Faͤchlein wie Bienen⸗Haͤußgen. Was anlanget die Zahl derer Beine/ wo⸗ raus der obere Kiefel beſtehet/ wird ſelbige unterſchiedlich geſetzet/ daran Urſache iſt/ erſtlich/ daß bißweilen die Knochen alleine/ ſo dem obern Kiefel eigen ſind/ bißweilen aber auch die mit der Hunſchale gemein⸗ ſchafftliche/ als da ſind/ das keil⸗und ſieb⸗ foͤrmige Bein/ mit gerechnet werden; Zum andern/ weil die Scheidwand der Naſe

unter dieſe gezehlet wird; und drittens/

weil

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