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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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II. Buchs/ V. Tafel.

24 mit dieſen durch die Keilbein⸗Naat ſphœ⸗ nidicf ſich vereiniget. Dieſes Bein iſt unten dicke/ aber gegen die Hoͤlen der Schlaͤffe zu wirds duͤnner. 3 An ſbi hat man zu betrachten die Fortſatze/ Hoͤlen und Löcher. Die Fort⸗ ſaͤtze(proceſſus) ſind unterſchiedlich/ von auſſen zwey groſſe/ theils uͤber den Gau⸗ men/ theils an deſſen Seiten/ wo ſie eine laͤngliche undtiefe Hoͤle beſitzen/ und wer⸗ den genennet die Fluͤgel⸗foͤrmige/ alifor- mis, pterygoides, deren jeder wieder ein⸗ getheilet werden kan in zwey andere/ einen auswendigen/ an denen Seiten des Gau⸗ mens/ Tab. I. m. 2. Tab. V. fig. z2. K K. und einen inwendigen uͤber dem Gaumen/ Tab. I. l. Tab. V. fig. 2, MM, welcher an ſeinem obern Sitze einen Ritz oder krumme Spitze zeiget/ innerhalb welche als um eine Winde gebogen gehen ſoll die ſchlancke Senne des Muſcels/ genannt prerygoſtaphylinus, ſo hernach denẽ Sei⸗ tẽ des Mundzaͤpffgens eingepflanzet wird: Hierzu kommen noch zwey andere kleine Fortſaͤtze/ welche mit doppelten Spitzen gegen den Grieffel⸗formigen Anhang ſich wenden/ Tab. V. fig. 23 cd. Von innen/ gegen das Gehirn zu/ ſind die 4. kleinere/ nemlich zwey fordere/ Tab. V. fig. 1, GG, und zwey hintere/ Tab. V, fig. 1, H H, die mit ihrer darzwiſchen gelegenen kleinen Hoͤle einen Sattel oder Tuͤrckiſchen Reit⸗ Seſſel vorſtellen/ Tab. V. fig. 1, GG, HH. Es verdienen auch die Hoͤlen(ſi⸗ nus) und Gruben(foſſa) angebracht zu werden/ derendie erſte Tab. V, fig. 1, I. von denen innern Fortſatzen oder ſo ge⸗ nannten Reit⸗Seſſel gemacht/ und die Schlamm⸗Druße aufnehmende/ mit vie⸗

len Loͤchern durchbohret iſt/ durch welche mit nichten der waſſerige Unrath aus de⸗ nen Hirn⸗Kammern durch den Trichter in den Gaumen abgefuͤhret wird/ ſondern haben ihren Zugang durch gewiſſe Um⸗

wege in die Troſſel⸗Ader/ vena jugularis.

Die andere und dritte/ als die fordern/ na⸗ he an denen fordern inwendigen kleinen Fortſaͤtzen/ gehen von den vorhergehenden zu den andern paar Loͤchern des Keilbeins/ Tab. V, Fig. I, KK. Die vierte und fuͤnff⸗ te/ als hintere/ erſtrecken ſich zu des Au⸗ thoris fuͤnfftes/ oder unſer ſechſtes unglei⸗ ches und rauches Loͤcher paar des Keil⸗ Beins/ Tab. V. Fig. 1, L L. Die ſechſte und ſiebende/ Lab. V. Fig. 2. und ſind in der Mitte der Fluͤgel⸗foͤrmigen Fortſaͤtze zu ſehen. Worzu noch die Hoͤle/ auf wel⸗ cher die Geſichts Nerven ruhen/ kommet/ Tab. V. 5. Vieuſſens in dem 1. Bnch 16 cap. ſeiner Nerven Beſchreibung pag. 196 ſagt auch/ es ſind zwey ſinus oder Hoͤlen/ von einander mit einem duͤnnen zwiſchen⸗ ſtehenden Beine unterſchieden/ welche in das Keilbein ausgehoͤlert ſeyn/ und unter den Reit⸗Seſſel liegen/ in deren beyder Forder⸗Theil ein Loch iſt/ durch welches die in ihnen geſammlete waͤſſerige Feuch⸗ tigkeit in zwey Gaͤnge abfaͤllet/ die von der Naſen in den Rachen gehen/ und ſo

weiter/ wo ſie nicht ausgeſchneutzet oder

zäͤuſpert werden/ nach dem Schlunde zu eilen. Die Loͤcher ſind geordnet/ die Blut Gefaße und Nerven durch zu laſſen auf jeder Seiten 7. nemlich ſ. eigene/ und 2. mit den Felſen⸗Beine gemeinſchafftli⸗ che/ zuſammen 14. nemlich 7. paar/ die alle inwendig am beſten zu ſehen ſeyn. Hierbey aber iſt zweyerley zu martkemeiſt ich