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Von den Sieb⸗und Keil⸗Beinen. 29
lich/ daß unſers Authoris Ordnung/ ſo wohl als die Zahl ſolcher Loͤcher mit an⸗ derer nicht uͤbereinkommet/ zumahlen ſein fuͤnfftes Loch des ſechſten/ und die⸗ ſes des fuͤnfften Stelle vertretten muͤſte/ alſo werden die zwey letztern/ nemlich das ſechſte und ſiebende/ die geme nſchafft⸗ liche ſeyn/ im ubrigen wollen wir des Au-
thoris Ordnung behalten; zum andern/
daß unſer Author, wie im Anhange der fuͤnfften Taffel anderer digur zuſehen/ nur 7. Paar der Hirn⸗Nerven/ aus dem Haup⸗ te oder Hirnſchale gehende zehlet/ deren wir mit denen neueſten Anaromiſten 10. Paar anrechnen/ dahero man ſich nicht wundern darff/ wenn in Beſtimmung derer Nerven/ durch dieſes oder jenes Loch/ eine Differentʒ von unſerm Autho- re vorkommen wird.
Das erſte Loch/ oder erſtes paar Loͤcher des Keil⸗Gebeins/ und zugleich der gantzen Grundfeſte der Hirnſchale/ iſt nahe uͤber dem Reitſeſſel/ gegen die in⸗ wendige fordere Fortſaͤtze/ und vergoͤnnet denen Geſichts⸗Nerven den Durchgang zu denen Augen/ Tab. III, KK. Tab. V, Fig 1, MM.
Das andere/ mit einer ablangen/
und gleichſam zerriſſenen Oeffnung/ iſt dem erſten unterworffen/ und fuͤhret die bewegende Nerven mit denen Aeſten der
Schlaaffpuls⸗Adern zu den Augen/ nimt
auch uͤber die kleinen obern Aeſte des
fuͤnfften Nerven⸗Paars/ noch die Ner⸗
ven des dritten/ vierten/ und ſechſten an
ſich/ Tab. III, II. Tab. V, Fig. 1, NN.
und n.
kleinere untere Zweige des fuͤnfften Ner⸗ venpaars/ zu den auswendigen Theilen des Haupts/ und theils/ durch die vor⸗ ſtehende Spalte zu dem Auge/ theils auch durch das folgende Loch zum Gaumen/ und die Zaͤhne des obern Kinnbackens abgehen/ Tab. III, mm. Tab. V, Fig. I, O.
Das vierte/ lieget unter dem drit⸗ ten vorwarts/ wie ein Anhang des an⸗ dern/ dienet fuͤr die Nerven des dritten und vierten Paars/ in die Muſceln des quſſern Augenwinckels abgehende/ und fuͤr die Nerven des achten Paars/ Tab. III. n n. Tab. V, Fig. 2, BB.
Das fuͤnffte/ oval-runde/ fuͤhrt die groͤſſere hinterſte Aeſte/ oder den an⸗ dern Aſt des fuͤnfften Nerven⸗Paars/ mit einem Theile des ſechſten gegen die Zunge und den untern Kiefel/ Tab. V, Fig. 1, EE. EFig. 2, NN. Das ſechſte/ iſt von den gemeinen das groͤſte/ lange und rauhe/ unter dem Sattel gelegen/ wird von zweyen/ dem felſichten und Keil⸗Beine eingeſchnitte⸗ nen Hoͤlen gemacht/ und dienet zur Auff⸗ ſteigung des innern groͤſſern Aſtes/ der
Schlaffpuls⸗Ader ins Gehin/ und durch⸗
laſſung der Aeſte zweyer zwiſchenrip⸗ pigen Nerven/ Tab. V. Fig. 1, PpD. Fig. 2. 00. 3
Das ſiebende/ runde und kleineſte/ lieget nahe an dem fuͤnfften/ und ver⸗ ſtattet den Zugang/ zweyen Fortpflan⸗ tzungen oder Staͤmmen der Schlaff⸗ puls⸗Adern/ wormit die harte Mutter des Gehirns befeuchtet wird/ und zweyen/
anus eben dem harten Hirn⸗Haͤutgen her⸗ Das dritte/ kleine und faſt runde/ Santgenh ſtehet nahe bey dem andern/ und laͤſſet
vorſproſſenden Blut⸗Adern/ welche in die groſſe Troſſel⸗Adern/ deren Merck⸗ mahle/
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