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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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2S iſt nicht zu tadeln/ daß der Aurhor

Q in an⸗ Tafel beyden Figuren/ das unterſte Theil der Hirnſchale nach ſeiner in⸗ und auswendigen Geſtalt ebenfalls deutlich und in einem kurtzen Begriff an⸗ gewieſen hat/ darbey wir auch vergnug⸗ lich ohne weitern Zuſatz beharren/ weil ohne dem bey jedes Beins folgender Er⸗ oͤrterung der etwa vorkommende Abgang zu erſetzen ſeyn wird/ und nur dieſen Ta⸗ feln beyfuͤgen wollen/ ſo wohl den aus⸗ fuͤhrlichen Bericht der obgenennten bey⸗ den der Hirnſchale mit dem Geſichte ge⸗ meinen Beinen/ weil deren allhier am meiſten gedacht wird/ als auch die noch uͤbrige Loͤcher der Grundfeſte der Hirn⸗ ſchale/ da denn zugleich zu erſehen ſeyn wird/ durch welche Loͤcher die Zehen Ner⸗ ven⸗Paar ihren Ausgang nehmen/ wor⸗ mit der Anhang der Tab. V. Fig. z. auch

ſeinen Zuſatz bekommt. b b

Das erſte iſt das Sieb⸗foͤrmige Bein/ os cribroſum, ethmoides, ſ pon- gioſum, Tab. V. EE. Tab. VI. Fig. 2. E E, welches ligt in dem Vorder⸗Theile der Hirnſchale inwendig/ mitten in der Grundfeſte der Stirn zwiſchen dieſer und dem Keilbeine/(und zwiſchen beyder Au⸗ gen erhobenen Theile/ zu oberſt und an der Wurtzel der Naſen deſſen Hoͤlen es anfuͤllet und ſchlieſſet /) jenem durch die ge⸗ meine ſiebbeinige Naat/ und dieſem durch die Keil⸗beinige verknuͤpffet. Es iſt das kleineſte Bein unter allen/ welche die Hirn⸗ ſchale ausmachen/ und ſolches wollen ei⸗

22 II. Buchs/ V. Tafel.

II. Buchs/ V. Tafel. Von den Sieb⸗ und

nige mit beſſerem Recht lieber ſchwam⸗ micht als ſiebfoͤrmig nennen/ weil ſeine Loͤcher nicht/ oder doch nur wenige gerade

Keil⸗Gebeinen.

durch wie bey einem Siebe/ ſondern wo nicht alle/ doch die meiſten ſchreege und gekruͤmmet gehen/ wie die Loͤcher in einem Schwamme/ unter ſolchen ſind die groͤſ⸗

ſern/ ſo dem Hahnen⸗Kamme am nach⸗

ſten ſtehen/ ja wenn das gantze Bein be⸗ trachtet werde/ ſeye es weder gantz Sieb⸗ foͤrmig/ noch gantz und gar ſchwammicht/ ſondern ſein innerer oder oberer Theil/ wo es an das Haupt ſtoͤſſet/ ſeye Siebfoͤrmig/ der untere aber oder auswendige/ auſſer⸗ halb der Hirnſchale in der Naſen Hoͤle be⸗ griffen/ ſeye nur ſchwammicht. Uber diß gehet auch gewiſſer Anaromiſten Meynung dahin/ daß die ſchwammichte gleich einem Bimsſteine mit unzehlig verwirꝛten Kaͤmmergen und krummen Loͤchergen verſehene Beine/(welche der oberen Naſen Hole anſitzen/ und mit ſchwammichtem Fleiſche angefuͤllet ſeyen) von dem Sieb⸗foͤrmigen ſowol als denen Beinen/ ſo die Naſen Waͤnde machen/ ob wohl ſie von jenem abhangen/ und die⸗

ſen anſtehen/ gantz unterſchieden ſeyen.

Aus dieſen flieſſen die drey Theile des Siebbeines/ der erſtere und obere iſt das loͤcherige/ der andere und untere das ſchwammichte und luckere/ wordurch die Naſe in zwey Theile geſchieden wird/ der dritte ſind die Seiten Theile/ ſo duͤnne/ dichte/ glatt und flach ſind/ und ein Stuͤ⸗

cke der Augenleiße machen. Man ma⸗

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