26 Des II. Buchs/ III. IV. Taffel. Hinter⸗Haupts von denen Beinen der
der zu verbinden/ und von einander abzu⸗ ſondern/ an der Zahl fuͤnffe/ deren eini⸗ ge ſind rechte und wahrhaffte/ welche ſich nach Art der Saͤge⸗Zaͤhne zuſammen ge⸗ fuͤget befinden/ wiewohl ſie inwendig und an der unterſten Platte/ faſt nur wie ein Strich anzuſehen ſind; einige unaſchte und falſche/ ſo ineinander geſchloſſen/ o⸗ der uͤbereinander geleget ſind/ wie die Fiſch⸗Schuppen oder Dach⸗Steine/ de⸗ ren an der Zahl zwey ſind.
Der wahren Naͤaͤte zehlet man ordentlich/ und bey natuͤrlichem Befin⸗ den eines erwachſenen Menſchens drey/ 1. die Krantz⸗Naat/ coronalis, oder Bo⸗ gen⸗foͤrmige/ Lib. II, Tab. III, AAA. Tab. IV, AA. Tab. VI, Fig. I, aaa; faͤnget an auf beyden Seiten von denen Schlaͤffen/ und gehet auf der Hoͤhe des Haupts zuſam⸗ men/ ſie fuͤget das Stirn⸗Bein an die zwey Beine des Vorhaupts/ und unter⸗ ſcheidet ſie. 2. die Pfeil⸗Naat/ ſagittalis, Lib. II, Tab. I, h. z. Tab. III. B. Tab. IV, B. ge⸗
het gerade aus/ durch die Mittel⸗Laͤnge zu
oberſt des Haupts/ zwiſchen der Krantz und Lambda⸗foͤrmigen/ biß zu beyden/ bißwei⸗ len gar durch die Stirn biß zur Naſe/ und von hinten durchſchneidet ſie manchmal auch ein Stuͤck von dem Beine des Hin⸗ ter⸗Haupts/ ſie hefftet die zwey Gebeine des Vorhaupts zuſammen. 3. Die Lambdafoͤrmige(Lamdoidea) Tab. I, 1. 2. Tab. IV, CC von wegen der Geſtalt/ mit dem Griechiſchen Buchſtaben A, die letzte und hinterſte/ der erſten gegen uͤberſtehen⸗ de/ entſpringet zu unterſt des Hinter⸗ Haupt⸗Beines/(occiput) beyderſeits an den Ohren/ ſteiget ſchlimm auffwarts/ und lauffen die Striche auf der Hoͤhe des Haupts/ mit einem ſpitzigen Winckel zu⸗ ammen: ihr Nutz iſt/ das Bein des
Schlaffe/ und des Vorhaupts zu unter⸗ ſcheiden oder zuſammen zu binden. Zu⸗
weilen iſt ſie zwey oder dreyfach/ als wenn
ein Triangel/ ein oder zwey kleinere in ſich faſſet: ſolche eingeſchloſſ ne Beine/ wer⸗ den genennet die dreyeckichte/ triquetra. Auſſer dieſem befinden ſich noch drey an⸗ dere Beingen/ meiſtentheils in dem rech⸗ ten/ denn auch wohl ſo viel in dem lin⸗ cken Gange oder Striche dieſer Lambda⸗ foͤrmigen Naat/ an Groͤſſe/ Geſtalt/ und ihrem Lager nach ungleich und mancherley/ das untere/ iſt zu ſehen bey den Dutten⸗ foͤrmigen Fortſatz/ das mittlere ein wenig oberhalb/ faſt unweit eines halben Fin⸗ gers/ das dritte etwas weiter von den an⸗ dern abgelegen: zuweilen ſind ſie in der Zuſammenfugung der Pfeil⸗ und Lambda⸗ foͤrmigen Naat anzutreffen/ und ragen manchmal hervor/ daß man ſie fuͤhlen kan; in der Hoͤle der Hirnſchale/ liegen dieſelbe mehr abgeſondert/ als auswen⸗ dig in dero erhobenen oder ausgebogenen Theile/ dahero beſſerer Erkantnuͤß halber/ man die Hirnſchale abnehmen muß. Folgen die zwey falſche oder unachte Naͤate/ welche ſolche Zuſammenleimun⸗ gen und Fugen ſind/ ſo dem Ritz oder Strichfoͤrmigen ziemlich nahe kommen/ ſie umgeden an beyden Seiten die Gebeine der Schlaͤffe/ welche weil ſie unten dicke und groß/ zu Vermeidung der Schwert/ auffwarts und oberhalb allgemach duͤnner werden muͤſſen/ dahero ſothane ſchuppige Zuſammen fuͤgung/ ſolchen Orts mit de⸗ nen Gebeinen des Vorhaupts erforderten/ Lib. II, Tab. I, K. Tab. VI, Fig. 3, ee, Fig. 8, RR. Unſers Auchoris unaͤchte/ ſind folgende fuͤnff Paar/ das erſte/ Tab. III, 1; das andere Tab.)] III, II. das dritte
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