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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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ao Arſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten

werden ungeſund. Denn die Glaſur beſtehet aus Bley, und das Bley iſt ein gefaͤhrliches Gift, wenn es aufge⸗ loͤßt wird und in den Koͤrper gelangt. Eben das geſchieht leicht bey alten Toͤpfen, an welchen die Glaſur inwendig ſchon angegriffen und voll Ritzen iſt. Man hat geſehen, daß viele Leute von heftigen Koliken, Magendruͤcken, Erbrechen ꝛc. befallen worden, wenn ſchlechte Toͤpferwaaren zum Kochen und Backen gebraucht worden waren. Indeſſen ſind doch gute irdene Geſchirre bey weitem vor⸗ zuͤglicher, als die bleyerne, mit wenigem Zinn verſetzte Loͤffel, Teller und Schuͤſſeln, deren ſich die Landleute ſehr haͤufig bedienen. Dieſe ſind bey keiner einzigen Gattung von Speiſen mit voͤlliger Sicherheit zu gebrauchen⸗ Man darf nicht leicht etwas lange darin aufheben, und wenn ſie gebraucht worden, muß man ſie allemal wieder rein abſpuͤhlen. Auch das Kupfergeſchirr muß ſehr rein erhalten werden. Es uͤberzieht ſich leicht mit Gruͤnſpan, welcher wie ein Gift wirken kann, wenn er ſich mit den Speiſen vermiſcht. Es iſt daher eine ſchaͤdliche Gewohn⸗ heit, die in vielen Gegenden im Schwange geht, die Milch in kupfernen Milchtoͤpfen aufzubewahren und in denſelben ſauer werden zu laſſen. Wenn dieſe Gefaͤße auch verzinnt ſind, ſo ſcheuert ſich doch das Zinn leicht ab, und ſie werden deſto ſchaͤdlicher, weil man auf ihre Unſchaͤdlichkeit zu ſorgenlos trauet. Der meiſte Brante⸗ wein wird in kupfernen Gefaͤßen gebrannt. Er wird

daher kupferhaltig, und verurſacht manche ůͤblen Zufaͤlle, die einem reinen Brantewein nicht zur Laſt fallen koͤnnen.

Man kann es ſehr leicht entdecken, wenn der Brante⸗

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wein kupferhaltig iſt: man wirft ein wenig zerfallenen

oder abgeloͤſchten Kalk darein, und ruͤttelt die Vermi⸗ ſchung einigemal, Der Kalk zieht alle Kupfertheilchen heraus, und wird gruͤnlicht davon. Er iſt das beſte Mittel, einen ſolchen Brantewein zu reinigen, ohne ihm irgend

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